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Pflanzenprofil

Afrikanische Teufelskralle

Harpagophytum procumbens DC.; Harpagophytum zeyheri Decne

Pedaliaceae

Appetitlosigkeit, Schmerzen und Entzündungen, rheumatische Beschwerden, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Appetitlosigkeit, Schmerzen und Entzündungen, rheumatische Beschwerden, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen

AppetitlosigkeitSchmerzenEntzündungGelenk- & RheumaschmerzenRückenVerdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe

Iridoidglykoside (insbesondere Harpagosid)PhenylethanoidglykosideFlavonoidePhytosteroleKohlenhydrate (Stachyose)

Zubereitungsformen

TinkturKapselTablettePulverStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Sekundäre Speicherwurzel (Knollenwurzel), getrocknet und geschnitten

Kräutertee (geschnittene Droge): 4,5 g mit 300 ml kochendem Wasser aufbrühen, 8 Stunden ziehen lassen, 3x täglich; bei Appetitlosigkeit 1,5 g täglich, max. 2 Wochen. Pulverisierte Droge (Kapseln 435 mg): Erwachsene 3 Kapseln täglich. Wässriger Trockenextrakt (DER 1,5–2,5:1; Tabletten 600 mg): 1–2 Tabletten 2x täglich. Ethanolischer Trockenextrakt (DER 4,4–5,0:1, Ethanol 60%; 480 mg): 2 Tabletten täglich. Flüssigextrakt (DER 1:1, Ethanol 30%): 15 ml 1x täglich. Anwendungsdauer bei Gelenkbeschwerden: max. 4 Wochen; bei Verdauungsbeschwerden: max. 2 Wochen. Zugelassen ab 12 Jahren (produktabhängig), einige Präparate nur für Erwachsene ab 18 Jahren.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Harpagophytum zeyheri Decne. gilt als Schwesterart und wird im Handel häufig gemeinsam mit oder anstelle von H. procumbens verwendet; beide Arten sind pharmakologisch ähnlich, jedoch ist der Harpagosid-Gehalt bei H. zeyheri in der Regel geringer. Eine Verwechslung mit anderen Pedaliaceae-Arten in der Kalahari-Region ist morphologisch möglich, jedoch im Europäischen Handel von geringer praktischer Relevanz.

Geschichte & Tradition

Die Teufelskralle ist eine traditionelle Heilpflanze der Khoi-San-Völker im südlichen Afrika, wo die Wurzeln seit Jahrhunderten bei Schmerzen, Fieber und Verdauungsbeschwerden eingesetzt wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte die Pflanze durch den deutschen Farmer G. H. Mehnert nach Europa. Heute zählt Harpagophytum procumbens zu den in Europa am häufigsten verwendeten pflanzlichen Antirheumatika und ist in zahlreichen europäischen Ländern als Phytotherapeutikum zugelassen.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Dezember, Januar, Februar, März

Erntezeit: April, Mai, Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Afrikanische Teufelskralle

© The original uploader was Henri pidoux at French Wikipedia. · Attribution

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Harpagophyti radix, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft. Vorsicht bei Magen-/Duodenalgeschwüren und Gallenleiden. Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerVorsicht
Vor OperationenVorsicht
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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