Luavera

Pflanzenprofil

Sand-Strohblume

Helichrysum arenarium (L.) Moench

Asteraceae

Verdauungsbeschwerden, Gallenblasenentzündung, Leberfunktionsstörungen, Blähungen, Völlegefühl, Gallenkoliken


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Gallenblasenentzündung, Leberfunktionsstörungen, Blähungen, Völlegefühl, Gallenkoliken

VerdauungsbeschwerdenLeber & GalleGalleBauchschmerzenBlahungen

Inhaltsstoffe

Flavonoide (IsosalipurposidNaringeninApigeninKaempferol)ätherische ÖleBitterstoffeGerbstoffePhytosterineKaffeesäurederivate

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinkturStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Blütenstände (Blütenköpfe, Flos)

Erwachsene: Aufguss 3 g zerkleinerter Droge in heißem Wasser (10–15 min), dreimal täglich 15–30 min vor den Mahlzeiten – nicht länger als 2 Wochen (Litauen). Alternativ Abkochung von 1,5 g in 200–250 ml Wasser, 2- bis 3-mal täglich warm trinken (Polen). Kommission-E-Monographie: mittlere Tagesdosis 3 g getrocknete Blüten oder äquivalente Zubereitungen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Freiland kann Helichrysum arenarium mit anderen gelbblühenden Korbblütlern, insbesondere mit verwandten Helichrysum-Arten sowie mit dem Katzenpfötchen (Antennaria dioica), verwechselt werden. Letzteres lässt sich durch seine weißlich bis rosa gefärbten Köpfchen und den dichten weißfilzigen Blattbelag zuverlässig unterscheiden.

Geschichte & Tradition

Helichrysum arenarium ist in der Volksmedizin Ost- und Mitteleuropas seit Jahrhunderten als Mittel bei Gallen- und Leberleiden bekannt. Die Droge "Flores Helichrysi" ist in mehreren europäischen Pharmakopöen verzeichnet und wurde besonders in der deutschen, polnischen und russischen Heilkunde tradiert. Im Mittelalter galt die Pflanze als bewährtes Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und ikterische Zustände. Ihre Beliebtheit in der Naturheilkunde gründet sich auf eine lange schriftlich dokumentierte Anwendungstradition.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Sand-Strohblume

CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Helichrysi flos, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Gallensteinverschluss anwenden. Mögliche Allergien bei Korbblütler-Sensibilität. In Schwangerschaft nicht empfohlen.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe; Gallensteine (Cholelithiasis); Gallenwegsverschluss / Verschlussikterus. Bei Gallensteinen nur nach ärztlicher Rücksprache (Kommission E).

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckVorsicht
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht