Luavera

Pflanzenprofil

Echte Walnuss

Juglans regiaL.

Hauterkrankungen, Ekzeme, Hautjucken, kleinere Wunden, übermäßiges Schwitzen, entzündliche Hautveränderungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Hauterkrankungen, Ekzeme, Hautjucken, kleinere Wunden, übermäßiges Schwitzen, entzündliche Hautveränderungen

HauterkrankungenWunden & VerletzungenEkzemeHautentzündungSchwitzen

Inhaltsstoffe

Juglon (Naphthochinon)Gerbstoffe (EllagsäureGallussäure)Flavonoideätherisches ÖlKaffeesäurederivateVitamin C

Zubereitungsformen

AbkochungUmschlagAufgussTinktur

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (getrocknet und zerkleinert; 'Juglandis folium')

Erwachsene und ältere Personen: 4–6 g zerkleinerte Droge in 200 ml kochendem Wasser als Dekokt zubereiten; als getränkten Umschlag 2–4-mal täglich auf die betroffenen Hautbereiche auftragen. Ausschließlich zur kutanen (äußerlichen) Anwendung. Maximale Anwendungsdauer: 1 Woche. Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die gefiederten Blätter der Echten Walnuss können bei flüchtiger Betrachtung mit denen der Gewöhnlichen Esche (Fraxinus excelsior) verwechselt werden, da beide Arten unpaarig gefiederte Blätter aufweisen. Ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal ist der charakteristisch aromatisch-würzige Geruch, der beim Zerreiben frischer Walnussblätter entsteht und bei der Esche vollständig fehlt.

Geschichte & Tradition

Die Echte Walnuss stammt ursprünglich aus Zentralasien und dem Kaukasus und gelangte wahrscheinlich durch die Römer nach Mitteleuropa — ihr Gattungsname Juglans leitet sich vom lateinischen Jovis glans ('Eichel des Jupiter') ab. In der Volksmedizin wurden die Blätter seit der Antike äußerlich gegen Hautleiden, Ekzeme und schlecht heilende Wunden eingesetzt. Kräuterbuchautoren wie Leonhart Fuchs und Hieronymus Bock beschrieben im 16. Jahrhundert ausführlich medizinische Anwendungen der Blätter und der grünen Fruchtschalen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert fanden Walnussblatt-Bäder und -Umschläge weite Verbreitung in der naturheilkundlichen Behandlung chronischer Hauterkrankungen.

Saison und Sammeln

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: Mai, Juni

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Echte Walnuss

© Thesupermat · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Juglandis folium, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Juglon kann allergische Hautreaktionen auslösen; bei empfindlicher Haut vorsichtig anwenden; Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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