Luavera

Pflanzenprofil

Gemeiner Wacholder

Juniperus communis

Cupressaceae

Harnwegsinfektionen, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Rheuma, Gelenkschmerzen, Wassereinlagerungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegsinfektionen, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Rheuma, Gelenkschmerzen, Wassereinlagerungen

SchmerzenEntzündungHarnwege & BlaseVerdauungsbeschwerdenBlähungenRheuma

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (α-PinenSabinenLimonenMyrcen)Flavonoide (AmentoflavonRutin)GerbstoffeDiterpensäuren (Podocarpinsäure)HarzeInvertzucker

Zubereitungsformen

TeeTinkturÄtherisches ÖlKapselAbkochung

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
ModeratAntidiabetika / InsulinWacholderoel kann den Blutglukosespiegel beeinflussen; Mechanismus nicht naeher spezifiziert.Bei Diabetikern engmaschige Blutzuckerkontrolle; Anpassung der Antidiabetika-Dosis ggf. erforderlich.
Theoretisch5-Fluorouracil (5-FU)Synergistische Hemmung der Zellviabilität von Mundkrebszellen in vitro; genauer Mechanismus nicht beschriebenKeine klinische Empfehlung ableitbar; ausschließlich In-vitro-Daten, klinische Studien fehlen
TheoretischCYP3A4-SubstrateJuniperus-communis-Tee könnte CYP3A4 hemmen und damit den Abbau von CYP3A4-Substraten verlangsamenKombination mit CYP3A4-Substraten (z.B. Immunsuppressiva, Statine) vorsichtig; In-vitro-Studie, klinische Relevanz noch nicht belegt

Verwechslungsgefahr

Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem giftigen Sadebaum (Juniperus sabina), der ähnliche Schuppenblätter trägt, jedoch kriechend wächst und keine blauen Beerenfrüchte ausbildet. Zur sicheren Unterscheidung dient der charakteristische unangenehme Geruch des Sadebaums beim Zerreiben der Triebe.

Geschichte & Tradition

Der Gemeine Wacholder zählt zu den ältesten Heilpflanzen Europas; bereits Dioskorides beschrieb im 1. Jahrhundert n. Chr. die harntreibende Wirkung der Beerenfrüchte. Im Mittelalter galten Wacholderzweige als Schutzmittel gegen Seuchen und wurden als Räucherwerk eingesetzt. In der europäischen Volksmedizin war die Pflanze jahrhundertelang ein etabliertes Mittel bei Harnwegs-, Verdauungs- und rheumatischen Beschwerden. Das destillierte Beerenöl fand zudem Eingang in die Rezepturen älterer Pharmakopöen.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: September, Oktober, November

Evidenzlage

Begrenzt

Pflanzenbild

Gemeiner Wacholder

© Rasbak at Dutch Wikipedia · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Nicht bei Nierenerkrankungen oder Schwangerschaft anwenden. Nicht länger als 6 Wochen ohne ärztliche Rücksprache.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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