Pflanzenprofil
Tulpenbaum
Der Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) aus der Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae) wurde von nordamerikanischen Ureinwohnern traditionell als Fiebersenker und stärkendes Tonikum genutzt. Die Rinde enthält herzwirksame Alkaloide wie Liriodenin und Tulipiferin und fand Anwendung bei Fieber, Verdauungsbeschwerden und als mildes Herztonikum. In der modernen europäischen Pflanzenheilkunde ist die Gattung von geringer Bedeutung.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Fieber, Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Herztonikum (traditionell), allgemeine Schwäche
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Aufgrund der charakteristischen, viergelappten Blätter und der tulpenförmigen Blüten ist eine Verwechslung mit anderen Arten unwahrscheinlich. Botanisch nahe verwandt ist lediglich der ostasiatische Liriodendron chinense, der sich jedoch im natürlichen Verbreitungsgebiet nicht überlappt.
Geschichte & Tradition
Der Tulpenbaum ist in Nordamerika heimisch und wurde von verschiedenen indigenen Völkern, darunter Cherokee und Irokesen, medizinisch genutzt. Die Rinde galt als Fiebersenker und Stärkungsmittel und fand Anwendung bei Verdauungsbeschwerden sowie als mildes Herztonikum. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Rindendroge auch in der nordamerikanischen Volksmedizin verbreitet und fand Eingang in frühe amerikanische Pharmakopöen. In Europa blieb die Pflanze vorwiegend als Zierbaum bekannt und spielte in der europäischen Heilkunde keine eigenständige Rolle.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Mai, Juni
Erntezeit: April, Mai, September, Oktober
Pflanzenbild
© Jean-Pol GRANDMONT · CC BY 3.0
Sicherheitshinweise
Herzwirksame Alkaloide – nicht in Schwangerschaft und Stillzeit; bei Herzerkrankungen ärztliche Rücksprache erforderlich.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.