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Pflanzenprofil

Echte Mispel

Mespilus germanica

Rosaceae

Die Echte Mispel (Mespilus germanica) ist ein alter Obstbaum aus der Familie der Rosengewächse, dessen Früchte reich an Tanninen, Pektinen und Gerbstoffen sind. In der Volksmedizin werden die reifen Früchte traditionell bei Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe wird in der Literatur mit positiven Effekten auf den Magen-Darm-Trakt beschrieben und in der traditionellen Anwendung zur Regulation genutzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden, Darmentzündung, Verdauungsförderung, Blasen- und Nierenbeschwerden

VerdauungsbeschwerdenDurchfallMagenbeschwerdenDarmBlase

Inhaltsstoffe

TanninePektineFlavonoideVitamin Corganische Säuren (ÄpfelsäureZitronensäure)Zucker

Zubereitungsformen

AbkochungPulverTee

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind gelegentlich mit Weißdorn-Arten (Crataegus monogyna, C. laevigata) möglich, deren Früchte ebenfalls klein und rötlich-braun gefärbt sind; die Mispel unterscheidet sich jedoch durch ihre charakteristisch offen-kelchförmige Fruchtstruktur und die deutlich größeren Früchte. Junge Pflanzen könnten zudem mit anderen Rosengewächsen wie der Elsbeere (Sorbus torminalis) verwechselt werden.

Geschichte & Tradition

Die Echte Mispel wird seit der Antike kultiviert; bereits Griechen und Römer nutzten ihre Früchte als Nahrungs- und Heilmittel. Im mittelalterlichen Europa zählte sie zu den wichtigsten Obstgehölzen, und Karl der Große ordnete ihren Anbau in Königsgütern im Capitulare de Villis (ca. 812) an. In der volksheilkundlichen Überlieferung Mitteleuropas wurden die überreifen, teigigen Früchte traditionell bei Durchfall und Magenreizung verwendet. Mit dem Aufkommen anderer Obstarten verlor die Mispel ab dem 17. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: Oktober, November

Pflanzenbild

Echte Mispel

CC BY-SA 2.0

Sicherheitshinweise

Unreife Früchte meiden (unverdaulich). Übermäßiger Verzehr kann Verstopfung verursachen. Keine bekannten Wechselwirkungen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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