Luavera

Pflanzenprofil

Echte Mispel

Mespilus germanica L.

Rosaceae

Die Echte Mispel (Mespilus germanica) wurde traditionell aufgrund ihres hohen Gerbstoffgehalts bei Durchfall und Darmkatarrh eingesetzt. Die Früchte entfalten ihre adstringierenden und schleimhautschützenden Eigenschaften erst nach dem sogenannten Teigwerden (Bletting) vollständig. In der Volksmedizin fanden zudem Rinde und Blätter Anwendung bei Harnwegsbeschwerden und zur Stärkung der Nieren.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Durchfall, Darmkatarrh, Verdauungsbeschwerden, Harnwegsbeschwerden

VerdauungsbeschwerdenDurchfallDarmHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe (Tannine)Pektinorganische Säuren (ÄpfelsäureCitronensäure)FlavonoideVitamin C

Zubereitungsformen

AbkochungTeeTinkturPulver

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Vegetativ kann die Echte Mispel mit Weißdorn-Arten (Crataegus spp.) verwechselt werden, die ebenfalls zur Familie der Rosaceae gehören und ähnliche Blattformen aufweisen. Die charakteristisch geöffnete Kelchgrube der reifen Mispelfrucht unterscheidet sie jedoch eindeutig von anderen Rosengewächsen.

Geschichte & Tradition

Die Echte Mispel wird seit der Antike im Mittelmeerraum kultiviert und gelangte durch die Römer in nördlichere Regionen Europas. Im Mittelalter war sie als Nutz- und Heilpflanze weit verbreitet und zählte zu den häufigen Obstgehölzen in deutschen Bauerngärten. Ihre Früchte wurden traditionell erst nach dem natürlichen Weichwerden (Bletting) genossen und galten als bewährtes Hausmittel gegen Darmstörungen. Ab dem 19. Jahrhundert geriet sie als Nutzpflanze zunehmend in Vergessenheit.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: Oktober, November

Pflanzenbild

Echte Mispel

CC BY-SA 2.0

Sicherheitshinweise

Gilt als unbedenklich; unreife Früchte können Magenbeschwerden verursachen. Keine bekannten Wechselwirkungen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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