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Pflanzenprofil

Majoran

Origanum majoranaL.

Verdauungsstörungen, Blähungen, Magenkrämpfe, Hauterkrankungen, kleine Wunden


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsstörungen, Blähungen, Magenkrämpfe, Hauterkrankungen, kleine Wunden

VerdauungsbeschwerdenBlahungenHautproblemeWunden & Verletzungen

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (Terpinen-4-olcis-SabinhydratSabinen)FlavonoideRosmarinsäureGerbstoffeBitterstoff

Zubereitungsformen

TeeTinkturÄtherisches ÖlSalbe

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (getrocknete blühende Triebe)

Indikation 1 (oral, Erwachsene): Einzeldosis 2–4 g zerkleinertes Kraut als Aufguss in einer Tasse (150 ml) kochendem Wasser, 1–2× täglich vor den Mahlzeiten; Tagesdosis 2–8 g. Indikation 2 (kutan, Erwachsene und Kinder ab 1 Jahr): Kleine Menge Salbe (Extrakt 1:5 in Ethanol 96 % V/V und Weißvaseline) 2–4× täglich um die Nasenöffnungen auftragen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die häufigste Verwechslung besteht mit Oregano (Origanum vulgare), der zur selben Gattung gehört und ähnliche Blattform aufweist, jedoch schärfer riecht und eine abweichende Inhaltsstoffzusammensetzung besitzt. Im Freiland kann zudem Thymian (Thymus vulgaris) mit kleinblättrigen Majoranformen verwechselt werden.

Geschichte & Tradition

Majoran war bereits in der Antike im Mittelmeerraum als Heil- und Gewürzpflanze bekannt; Griechen und Römer nutzten ihn bei Verdauungsbeschwerden und äußerlich bei Schmerzen. Im Mittelalter fand er in europäischen Klostergärten weite Verbreitung und wurde von Hildegard von Bingen beschrieben. In der Volksmedizin des deutschsprachigen Raums galt er jahrhundertelang als bewährtes Mittel gegen Blähungen und Magenkrämpfe.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Majoran

© H. Zell · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Origani majoranae herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

In der Schwangerschaft medizinische Dosen meiden. Bei Allergie auf Lippenblütler (Lamiaceae) kontraindiziert.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Pflanzen der Familie Lamiaceae.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderVorsicht
BlutverdünnerVorsicht
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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