Luavera

Pflanzenprofil

Meisterwurz

Peucedanum ostruthium

Apiaceae

Die Meisterwurz ist eine traditionelle Heilpflanze der Alpenregion, deren Wurzel seit dem Mittelalter bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit und Erkältungskrankheiten eingesetzt wird. Weitere Anwendungsgebiete umfassen Rheuma, Muskelschmerzen sowie die Anregung der Magensaft- und Galleproduktion. In der Volksmedizin gilt sie zudem als schweißtreibendes und schleimlösendes Mittel bei Atemwegserkrankungen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Erkältung, Husten, Bronchitis, Rheuma, Muskelschmerzen, Blähungen

AppetitlosigkeitSchleimVerdauungsbeschwerdenRheumaAtemwegserkrankungenBlahungenErkaltung

Inhaltsstoffe

Furanocumarine (OstruthinIsoimperatorinOstruthol)ätherisches ÖlBitterstoffeGerbstoffeCumarine

Zubereitungsformen

TinkturTeeAbkochungPulver

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind mit der Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris) möglich, die ähnliche Standorte besiedelt und eine vergleichbare Wuchsform aufweist. Eine Verwechslung mit dem Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) ist ebenfalls denkbar, der sich jedoch durch seinen rauhhaarigen Stängel und größere Dolden unterscheidet.

Geschichte & Tradition

Die Meisterwurz gehört zu den ältesten Heilpflanzen des Alpenraums und wurde bereits im Mittelalter von Hildegard von Bingen und anderen Kräuterkundigen beschrieben. Ihr Name verweist auf ihren Ruf als vielseitiges Heilmittel, das gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt wurde – darunter auch als vermeintliches Schutzmittel in Pestzeiten. In der alpinen Volksmedizin blieb sie bis ins 20. Jahrhundert als Stärkungs- und Verdauungstonikum verbreitet. Heute findet sie vor allem noch in der traditionellen europäischen Phytotherapie Verwendung.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: April, Mai, September, Oktober

Pflanzenbild

Meisterwurz

© Meneerke bloem · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Lichtempfindlichkeit möglich (Furocumarine). Nicht in Schwangerschaft anwenden. Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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