Luavera

Pflanzenprofil

Feuerbohne

Phaseolus coccineus

Fabaceae

Die Feuerbohne wird in der Volksmedizin traditionell als harntreibendes Mittel eingesetzt, insbesondere die getrockneten Hülsen bei Erkrankungen der Harnwege und Wassereinlagerungen. Die Bohnenschalen gelten als stoffwechselfördernd und werden bei Gicht sowie erhöhten Harnsäurewerten verwendet. Als Nahrungspflanze liefert sie hochwertiges pflanzliches Eiweiß, muss jedoch stets vollständig durchgekocht werden.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harntreibend, Gicht, Harnsäurestoffwechsel, Wassereinlagerungen, Nierenunterstützung, Stoffwechselförderung

HarnsäureNiereWassereinlagerungenStoffwechselGichtVerdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe

FlavonoideAminosäuren (u. a. Arginin)KieselsäureSaponine

Zubereitungsformen

TeeAbkochung

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Aufgrund der engen botanischen Verwandtschaft kann die Feuerbohne leicht mit der Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) verwechselt werden, deren Hülsen für die Volksmedizin ähnlich genutzt werden. Rohes Samenmaterial beider Arten ist ungenießbar und darf nicht mit essfertigen Hülsenfrüchten verwechselt werden.

Geschichte & Tradition

Die Feuerbohne stammt ursprünglich aus Mexiko und Zentralamerika, wo sie seit Jahrtausenden als Nahrungspflanze kultiviert wird. Im 16. Jahrhundert gelangte sie durch spanische Seefahrer nach Europa, wo sie zunächst vor allem wegen ihrer leuchtend roten Blüten als Zierpflanze Verbreitung fand. Erst im Laufe der Neuzeit etablierte sie sich auch als Nutz- und Heilpflanze; die getrockneten Hülsen wurden in der mitteleuropäischen Volksmedizin traditionell bei Harnwegs- und Gichtbeschwerden eingesetzt.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: August, September, Oktober

Pflanzenbild

Feuerbohne

Public domain

Sicherheitshinweise

Rohe Bohnen sind giftig (Lektine/Phasin). Nur vollständig durchgekocht verzehren. Nicht bei Nierenversagen anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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