Pflanzenprofil
Picrorhiza kurroa
Traditionelle Anwendung zur Unterstützung der Leberfunktion, bei Verdauungsbeschwerden, erhöhter Körpertemperatur und Atemwegserkrankungen; in der Literatur werden anti-entzündliche Effekte und eine Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte beschrieben. Bei Lebererkrankungen mit Gelbsucht ist ärztliche Behandlung erforderlich.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Lebererkrankungen, Gelbsucht, Verdauungsbeschwerden, Fieber, Atemwegserkrankungen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Picrorhiza kurroa wird häufig mit der eng verwandten Art Neopicrorhiza scrophulariiflora (syn. Picrorhiza scrophulariiflora) verwechselt, die morphologisch sehr ähnlich ist und im Handel oft als Ersatzdroge verwendet wird. Beide Arten enthalten vergleichbare Wirkstoffe, jedoch können die Konzentrationsverhältnisse der Picrosides abweichen.
Geschichte & Tradition
Picrorhiza kurroa ist seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin unter dem Namen „Katuka" oder „Kutki" bekannt und wird in klassischen Texten wie der Charaka Samhita erwähnt. Die Pflanze wächst in den alpinen Lagen des Himalajas auf 3.000 bis 5.000 Metern Höhe und wird in der traditionellen indischen Heilkunde bei Leberbeschwerden, Fieber und Verdauungsbeschwerden überliefert. Aufgrund ihres ausgeprägten Bittergeschmacks und da in der Literatur hepatoprotektive Effekte beschrieben werden, wurde sie in der modernen Phytotherapie untersucht. Heute ist sie sowohl in der ayurvedischen Praxis als auch in der westlichen Phytotherapie als standardisierter Extrakt verbreitet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: September, Oktober
Evidenzlage
BegrenztPflanzenbild
© Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Hohe Dosen können Übelkeit und Durchfall auslösen. Nicht bei Überempfindlichkeit.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Vorsicht |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Vorsicht |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Vorsicht |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.