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Pflanzenprofil

Picrorhiza kurroa

Picrorhiza kurroa Royle ex.

Plantaginaceae

Traditionelle Anwendung zur Unterstützung der Leberfunktion, bei Verdauungsbeschwerden, erhöhter Körpertemperatur und Atemwegserkrankungen; in der Literatur werden anti-entzündliche Effekte und eine Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte beschrieben. Bei Lebererkrankungen mit Gelbsucht ist ärztliche Behandlung erforderlich.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Lebererkrankungen, Gelbsucht, Verdauungsbeschwerden, Fieber, Atemwegserkrankungen

Leber & GalleVerdauungsbeschwerdenEntzündungFieberImmunsystemAtemwegserkrankungen

Inhaltsstoffe

Iridoidglykoside (Picroside IPicroside IIKutkoside)ApocyninCatalpolBitterstoff-Komplex Kutkin

Zubereitungsformen

PulverKapselTabletteTinkturStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Picrorhiza kurroa wird häufig mit der eng verwandten Art Neopicrorhiza scrophulariiflora (syn. Picrorhiza scrophulariiflora) verwechselt, die morphologisch sehr ähnlich ist und im Handel oft als Ersatzdroge verwendet wird. Beide Arten enthalten vergleichbare Wirkstoffe, jedoch können die Konzentrationsverhältnisse der Picrosides abweichen.

Geschichte & Tradition

Picrorhiza kurroa ist seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin unter dem Namen „Katuka" oder „Kutki" bekannt und wird in klassischen Texten wie der Charaka Samhita erwähnt. Die Pflanze wächst in den alpinen Lagen des Himalajas auf 3.000 bis 5.000 Metern Höhe und wird in der traditionellen indischen Heilkunde bei Leberbeschwerden, Fieber und Verdauungsbeschwerden überliefert. Aufgrund ihres ausgeprägten Bittergeschmacks und da in der Literatur hepatoprotektive Effekte beschrieben werden, wurde sie in der modernen Phytotherapie untersucht. Heute ist sie sowohl in der ayurvedischen Praxis als auch in der westlichen Phytotherapie als standardisierter Extrakt verbreitet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: September, Oktober

Evidenzlage

Begrenzt

Pflanzenbild

Picrorhiza kurroa

© Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Hohe Dosen können Übelkeit und Durchfall auslösen. Nicht bei Überempfindlichkeit.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungVorsicht
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungVorsicht
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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