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Pflanzenprofil

Nadelbäume

Pinales

Pinales ist eine Ordnung der Nadelbäume, zu der bedeutende Heilpflanzen wie Kiefer, Fichte, Tanne, Wacholder und Eibe gehören. Zahlreiche Vertreter liefern ätherische Öle, Harze und Gerbstoffe, die traditionell bei Atemwegserkrankungen, Muskelschmerzen und Hautproblemen eingesetzt werden. Die medizinische Nutzung ist stark artabhängig und reicht von schleimlösenden Kiefernnadeln bis zum zytostatischen Taxol der Eibe.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Atemwegserkrankungen, Erkältung, Muskelschmerzen, Rheuma, Hautpflege, ätherische Öle, Harze

Husten & BronchitisRheumaAtemwegserkrankungenHautproblemeErkaltungMuskelschmerzen

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (α-Pinenβ-PinenLimonenBornylacetat)HarzeDiterpeneGerbstoffeFlavonoideVitamin CTaxane (artspezifisch)

Zubereitungsformen

Ätherisches ÖlSalbeTeeTinkturStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die größte Verwechslungsgefahr besteht beim Sadebaum (Juniperus sabina), der dem medizinisch genutzten Gemeinen Wacholder (Juniperus communis) äußerlich ähnelt, jedoch stark giftig ist. Eibennadeln (Taxus baccata) werden gelegentlich mit ungiftigen Tannen- oder Fichtennadeln verwechselt, was angesichts der hohen Toxizität aller Pflanzenteile der Eibe gefährlich ist.

Geschichte & Tradition

Nadelbäume zählen zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit: Kiefernharz und Terpentinöl wurden bereits im antiken Ägypten und Griechenland bei Wunden und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Indigene Völker Nordamerikas verwendeten Kiefernnadeln als Vitamin-C-Quelle zur Vorbeugung von Skorbut. Im europäischen Mittelalter waren Fichtennadelbäder und Harzeinreibungen verbreitete Hausmittel gegen Rheuma und Erkältungen. Mit der Isolierung von Paclitaxel (Taxol) aus der Pazifischen Eibe (Taxus brevifolia) in den 1960er Jahren gewann die Ordnung pharmazeutisch neue Bedeutung.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: März, April, Mai

Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Oktober, November

Pflanzenbild

Nadelbäume

© Ryan Hodnett · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Eibe (Taxus) ist hochgiftig! Artspezifische Sicherheitshinweise beachten; ätherische Öle nicht unverdünnt anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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