Pflanzenprofil
Gewöhnlicher Tüpfelfarn
Husten, Erkältung, Auswurf-fördernd, Verstopfung, Schleimlösend
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Erkältung, Auswurf-fördernd, Verstopfung, Schleimlösend
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Rhizom (unterirdischer Stängel von Polypodium vulgare L.)
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im Gelände kann Polypodium vulgare mit den nah verwandten Arten Polypodium interjectum und Polypodium cambricum verwechselt werden, die morphologisch sehr ähnlich sind und sich sicher nur anhand von Sporengröße und Paraphysenform unterscheiden lassen. Eine Verwechslung mit medizinisch relevanten Giftpflanzen ist nicht bekannt.
Geschichte & Tradition
Der Gewöhnliche Tüpfelfarn wurde bereits in der Antike medizinisch genutzt; Dioskurides und Plinius beschreiben das Rhizom als schleimlösendes und abführendes Mittel. Im mittelalterlichen Europa war die Pflanze fester Bestandteil der Klostermedizin und fand Eingang in zahlreiche Kräuterhandbücher. Das getrocknete Rhizom galt lange als offizinell und war in mehreren europäischen Pharmakopöen verzeichnet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juli, August, September
Erntezeit: März, April, September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Michael Linnenbach · CC BY-SA 4.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Polypodii rhizoma, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Bei Daueranwendung Rücksprache mit Arzt. Überdosierung kann Magenreizungen verursachen.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Vorsicht |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.