Pflanzenprofil
Schwarz-Pappel
Die Schwarz-Pappel wird in der Volksmedizin vor allem durch ihre Knospen (Populi gemma) genutzt. In der Literatur werden für die Knospen anti-entzündliche, schleimlösende und leicht konservierende Effekte beschrieben. Traditionell werden Knospenextrakte bei Erkältungen, Atemwegsbeschwerden und Husten sowie äußerlich bei Muskel- und Gelenkbeschwerden angewendet. Wirkstoffe wie Salicin, Populin und das Flavonoid Chrysin werden in Studien als relevante Inhaltsstoffe der Pflanze beschrieben.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Atemwegsinfekte, Husten, Schleimlösung, Muskelschmerzen, Rheuma, Gelenkbeschwerden, leichte Entzündungen der Haut
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Die Schwarz-Pappel kann mit anderen heimischen Pappelarten, insbesondere der Zitter-Pappel (Populus tremula) und verschiedenen Hybridpappeln (z. B. Populus × canadensis), verwechselt werden, wobei letztere arzneilich nicht gleichwertig sind. Auch eine oberflächliche Ähnlichkeit mit Weiden-Arten (Salix spp.) ist möglich, die sich jedoch durch schmalere Blätter und abweichende Knospenmorphologie unterscheiden.
Geschichte & Tradition
Die Schwarz-Pappel war bereits in der Antike medizinisch bekannt; Dioskurides beschrieb die Verwendung von Knospen und Blättern bei Entzündungen und Schmerzen. Im Mittelalter etablierte sich das sogenannte Unguentum Populeon, eine Knospensalbe, die in der europäischen Apothekenpraxis bis ins 18. Jahrhundert als bewährtes Mittel bei Fieber, Schmerzen und Hauterkrankungen galt. In der Volksmedizin Mitteleuropas wurden die klebrig-aromatischen Knospen, gesammelt vor dem Entfalten im Frühjahr, sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: März, April
Erntezeit: Februar, März
Pflanzenbild
© Kenraiz · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Bei Salicylat-Allergie oder ASS-Unverträglichkeit meiden. Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen. Nicht bei Kindern unter 12 Jahren.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.