Luavera

Pflanzenprofil

Schwarz-Pappel

Populus nigra L.

Salicaceae

Die Schwarz-Pappel wird in der Volksmedizin vor allem durch ihre Knospen (Populi gemma) genutzt. In der Literatur werden für die Knospen anti-entzündliche, schleimlösende und leicht konservierende Effekte beschrieben. Traditionell werden Knospenextrakte bei Erkältungen, Atemwegsbeschwerden und Husten sowie äußerlich bei Muskel- und Gelenkbeschwerden angewendet. Wirkstoffe wie Salicin, Populin und das Flavonoid Chrysin werden in Studien als relevante Inhaltsstoffe der Pflanze beschrieben.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Atemwegsinfekte, Husten, Schleimlösung, Muskelschmerzen, Rheuma, Gelenkbeschwerden, leichte Entzündungen der Haut

Husten & BronchitisRheumaAtemwegserkrankungenErkältung & GrippeGelenkschmerzenMuskelschmerzenEntzündung

Inhaltsstoffe

Phenolglykoside (SalicinPopulinSalicortin)Flavonoide (ChrysinTectochrysinGalanginPinocembrin)Harzeätherische ÖleGerbstoffeHydroxyzimtsäurederivate

Zubereitungsformen

TinkturSalbeTeeStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die Schwarz-Pappel kann mit anderen heimischen Pappelarten, insbesondere der Zitter-Pappel (Populus tremula) und verschiedenen Hybridpappeln (z. B. Populus × canadensis), verwechselt werden, wobei letztere arzneilich nicht gleichwertig sind. Auch eine oberflächliche Ähnlichkeit mit Weiden-Arten (Salix spp.) ist möglich, die sich jedoch durch schmalere Blätter und abweichende Knospenmorphologie unterscheiden.

Geschichte & Tradition

Die Schwarz-Pappel war bereits in der Antike medizinisch bekannt; Dioskurides beschrieb die Verwendung von Knospen und Blättern bei Entzündungen und Schmerzen. Im Mittelalter etablierte sich das sogenannte Unguentum Populeon, eine Knospen­salbe, die in der europäischen Apothekenpraxis bis ins 18. Jahrhundert als bewährtes Mittel bei Fieber, Schmerzen und Hauterkrankungen galt. In der Volksmedizin Mitteleuropas wurden die klebrig-aromatischen Knospen, gesammelt vor dem Entfalten im Frühjahr, sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: März, April

Erntezeit: Februar, März

Pflanzenbild

Schwarz-Pappel

© Kenraiz · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Bei Salicylat-Allergie oder ASS-Unverträglichkeit meiden. Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen. Nicht bei Kindern unter 12 Jahren.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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