Pflanzenprofil
Schlehdorn
Der Schlehdorn ist ein dorniger Wildstrauch aus der Familie der Rosengewächse, dessen Blüten, Früchte und Blätter seit Jahrhunderten in der Volksmedizin Verwendung finden. Die Blüten wirken mild abführend und harntreibend, während die adstringierenden Früchte bei Durchfall und Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt werden. Traditionell werden auch Rinde und Blätter zur Unterstützung der Verdauung sowie bei Harnwegsinfekten verwendet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verstopfung, Durchfall, Blasenentzündung, Mundschleimhautentzündung, Erkältung, Magen-Darm-Beschwerden
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im blühenden Zustand kann der Schlehdorn leicht mit dem Weißdorn (Crataegus monogyna) verwechselt werden, da beide Sträucher vor dem Blattaustrieb weiß blühen und Dornen tragen. Eine sichere Unterscheidung gelingt durch die kleinen, blauschwarzen Steinfrüchte des Schlehdorns im Gegensatz zu den roten Scheinfruchtbeeren des Weißdorns sowie durch die charakteristisch schwarze Rinde von Prunus spinosa.
Geschichte & Tradition
Der Schlehdorn zählt zu den ältesten Heilpflanzen Europas und ist seit der Antike in der Volksmedizin belegt. Im mittelalterlichen Kräuterwesen wurden Blüten und Früchte in der Volksmedizin genutzt und traditionell als verdauungsfördernd beschrieben. In der Tradition nach Sebastian Kneipp galten Schlehenblüten als mildes Abführmittel; die Früchte wurden traditionell erst nach dem ersten Frost geerntet, da die Kälteeinwirkung die adstringierenden Gerbstoffe mildert. In der europäischen Volksmedizin sind Schlehenprodukte bis heute regional verbreitet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: März, April
Erntezeit: März, April, Oktober, November
Pflanzenbild
CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Kerne nicht zerbeißen (cyanogene Glykoside); rohe Früchte stark adstringierend; bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.