Pflanzenprofil
Radieschen
Das Radieschen gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung sowie zur Förderung des Gallenflusses eingesetzt. Den enthaltenen Senföglykosiden (Glucosinolate) werden in der Literatur antimikrobielle Effekte zugeschrieben; sie werden traditionell mit einer Anregung der Gallenproduktion assoziiert. Darüber hinaus wird die Pflanze traditionell für ihre mild diuretischen Eigenschaften genutzt und bei Appetitlosigkeit eingesetzt.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Gallenstimulation, Blähungen, leichte Harnwegsbeschwerden
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im Kulturanbau sind Verwechslungen kaum zu erwarten; botanisch besteht im Keimlingsstadium eine Ähnlichkeit mit dem Wildrettich (Raphanus raphanistrum), dessen unreife Schoten bei Einnahme zu Magen-Darm-Reizungen führen können. Im Jungpflanzenstadium können zudem andere Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) ähnlich aussehen.
Geschichte & Tradition
Das Radieschen wird seit der Antike kultiviert; archäologische und schriftliche Belege seiner Nutzung als Nahrungs- und Heilpflanze stammen aus dem alten Ägypten sowie aus China. In der europäischen Volksmedizin war es seit dem Mittelalter als Mittel zur Förderung der Gallesekretion und der Verdauungstätigkeit bekannt. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert fand der frisch gepresste Saft zudem Anwendung bei Erkrankungen der Atemwege und als mild diuretisches Mittel.
Saison und Sammeln
Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli
Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Pflanzenbild
© Self, en:User:Jengod · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Bei Schilddrüsenerkrankungen und akuten Nierenerkrankungen mit Vorsicht anwenden. Nicht bei Magengeschwüren.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.