Luavera

Pflanzenprofil

Radieschen

Raphanus sativus var. sativus

Brassicaceae

Das Radieschen gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung sowie zur Förderung des Gallenflusses eingesetzt. Den enthaltenen Senföglykosiden (Glucosinolate) werden in der Literatur antimikrobielle Effekte zugeschrieben; sie werden traditionell mit einer Anregung der Gallenproduktion assoziiert. Darüber hinaus wird die Pflanze traditionell für ihre mild diuretischen Eigenschaften genutzt und bei Appetitlosigkeit eingesetzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Gallenstimulation, Blähungen, leichte Harnwegsbeschwerden

VerdauungsbeschwerdenAppetitlosigkeitLeber-galleBlahungenHarnsystem

Inhaltsstoffe

Glucosinolate (Senfölglykosidev. a. Glucoraphasatin)IsothiocyanateMyrosinaseVitamin CAnthocyaneorganische SäurenBitterstoffe

Zubereitungsformen

TinkturPulverSirup

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Kulturanbau sind Verwechslungen kaum zu erwarten; botanisch besteht im Keimlingsstadium eine Ähnlichkeit mit dem Wildrettich (Raphanus raphanistrum), dessen unreife Schoten bei Einnahme zu Magen-Darm-Reizungen führen können. Im Jungpflanzenstadium können zudem andere Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) ähnlich aussehen.

Geschichte & Tradition

Das Radieschen wird seit der Antike kultiviert; archäologische und schriftliche Belege seiner Nutzung als Nahrungs- und Heilpflanze stammen aus dem alten Ägypten sowie aus China. In der europäischen Volksmedizin war es seit dem Mittelalter als Mittel zur Förderung der Gallesekretion und der Verdauungstätigkeit bekannt. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert fand der frisch gepresste Saft zudem Anwendung bei Erkrankungen der Atemwege und als mild diuretisches Mittel.

Saison und Sammeln

Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli

Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Pflanzenbild

Radieschen

© Self, en:User:Jengod · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Bei Schilddrüsenerkrankungen und akuten Nierenerkrankungen mit Vorsicht anwenden. Nicht bei Magengeschwüren.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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