Luavera

Pflanzenprofil

Rhamnus frangula

Rhamnus frangulaL.

Verstopfung, träge Verdauung, Darmreinigung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verstopfung, träge Verdauung, Darmreinigung

VerstopfungVerdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe

Anthranoide (Frangulin A und BGlucofrangulin A und B)GerbstoffeFlavonoide

Zubereitungsformen

TeeAbkochungTinkturStandardisierter ExtraktKapsel

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Rinde (Cortex)

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind möglich mit dem Echten Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), der ebenfalls zur Familie der Rhamnaceae gehört und abführend wirkt, jedoch im Gegensatz zum Faulbaum Dornen trägt. Außerdem kann Ähnlichkeit mit Traubenkirsche (Prunus padus) bestehen, die jedoch zur Familie der Rosengewächse gehört.

Geschichte & Tradition

Die Rinde des Faulbaums (Faulbaumrinde) wird seit dem Mittelalter als mildes Abführmittel eingesetzt und war in zahlreichen europäischen Pharmakopöen verankert. Im deutschsprachigen Raum ist die Droge seit dem 16. Jahrhundert als Heilmittel bei träger Verdauung dokumentiert. Die frische Rinde muss vor der Verwendung mindestens ein Jahr gelagert oder erhitzt werden, da sie sonst stark brechreizerregende Stoffe enthält. In der europäischen Volksmedizin diente die Pflanze außerdem als Grundlage für Holzkohle und Schwarzpulver.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: April, Mai, Juni

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Rhamnus frangula

© Sten Porse · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Frangulae cortex, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nur getrocknete Rinde (≥1 Jahr) verwenden; max. 1–2 Wochen; nicht bei Darmverschluss, entzündl. Darmerkrankungen, Schwangerschaft oder Kindern <12 J.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht