Luavera

Pflanzenprofil

Hundsrose

Rosa canina L.

Rosaceae

Die Hundsrose ist eine der bekanntesten heimischen Wildpflanzen, deren Hagebutten (Früchte) traditionell als natürliche Vitamin-C-Quelle verwendet werden. Blütenblätter und Hagebutten werden traditionell bei Erkältungskrankheiten, Harnwegsinfekten und Gelenkentzündungen verwendet. In Studien werden für Hundsrose anti-entzündliche Effekte sowie harntreibende Eigenschaften beschrieben. In der Volkstradition werden Hagebuttentee und -extrakt traditionell zur milden Schmerzlinderung verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Erkältung, Vitamin-C-Mangel, Harnwegsinfekte, Gelenkentzündung, Arthrose, Antioxidantien

ImmunsystemEntzündungenErkältung & GrippeArthroseGelenk- & RheumaschmerzenVitaminmangelAntioxidantienHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Ascorbinsäure (Vitamin C)CarotinoideFlavonoide (insb. QuercetinRutin)GerbstoffePektinorganische Säuren (Äpfel-Zitronen-Weinsäure)fettes Öl in den Samen

Zubereitungsformen

TeeAbkochungSirupPulverStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischCYP3A4-SubstrateHagebutten-Heißwasserextrakt hemmt CYP3A4 in vitro marginal (IC50 >1 mg/ml)Bei therapeutischen Dosen kein relevantes Interaktionsrisiko erwartet; Vorsicht bei sehr hohen Dosierungen theoretisch angebracht
TheoretischBeta-Lactam-AntibiotikaTellimagrandin I (aus Rosa canina) inaktiviert PBP2a und hemmt Beta-Lactamase in MRSA, senkt dadurch die MHK für Beta-LactameNur In-vitro-Daten; keine klinische Empfehlung ableitbar; mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung beachten

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind mit anderen heimischen Wildrosenarten möglich, insbesondere der Filz-Rose (Rosa tomentosa) und der Wein-Rose (Rosa rubiginosa), die jedoch ebenfalls verwendbare Hagebutten tragen und pharmakologisch ähnlich eingestuft werden. Eine Verwechslung mit toxischen Arten ist bei der Gattung Rosa generell nicht zu befürchten.

Geschichte & Tradition

Die Hundsrose ist seit der Antike als Heil- und Nahrungspflanze bekannt; bereits Dioskurides erwähnte ihre adstringierenden Eigenschaften. Im Mittelalter wurden Hagebutten in Klostergärten kultiviert und sowohl als Nahrungsmittel als auch gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Im 20. Jahrhundert gewann die Pflanze durch die Entdeckung des hohen Vitamin-C-Gehalts der Früchte besondere Bedeutung, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs als Ersatz für tropische Vitamin-C-Quellen. In der europäischen Volksmedizin sind Hagebuttenzubereitungen bis heute als Immuntonikum und zur Unterstützung bei Gelenkbeschwerden verbreitet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: September, Oktober, November

Pflanzenbild

Hundsrose

© Roberta F. · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Innenhaare der Früchte meiden (reizend). Bei Nierenproblemen ärztlich abklären. Vorsicht bei hohen Dosen unter Antikoagulanzien-Therapie.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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