Pflanzenprofil
Moltebeere
Die Moltebeere ist eine arktisch-boreale Wildpflanze aus der Familie der Rosengewächse, deren Früchte außergewöhnlich reich an Vitamin C und Antioxidantien sind. Traditionell wurden Früchte und Blätter in der Volksmedizin Nordeuropas gegen Skorbut, Harnwegsinfekte und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Die gerbstoffreichen Blätter wirken adstringierend und finden Verwendung bei Durchfall und leichten entzündlichen Beschwerden.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Vitaminmangel, Harnwegsinfekte, Durchfall, entzündliche Beschwerdenschutz
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Aufgrund ihres charakteristischen Lebensraums in Hochmooren und arktischer Tundra sowie ihrer unverwechselbaren bernsteinfarbenen Reiffrüchte sind Verwechslungen selten. Im unreifen Zustand, wenn die Früchte noch rot gefärbt sind, kann eine Verwechslung mit der Steinbeere (Rubus saxatilis) auftreten, deren Steinfrüchtchen jedoch kleiner und in büscheliger Anordnung erscheinen.
Geschichte & Tradition
Die Moltebeere ist seit Jahrhunderten ein zentraler Bestandteil der Volksmedizin und Ernährung in Skandinavien, Finnland und im Siedlungsgebiet der Sami. Wegen ihres außergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalts wurden die Früchte traditionell zur Vorbeugung und Behandlung von Skorbut genutzt, was ihnen in der arktischen Region lebenserhaltende Bedeutung verlieh. Blätter und Früchte fanden gleichermaßen Verwendung bei Harnwegsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung. Zur Konservierung wurden die Früchte häufig in ihrem eigenen Saft fermentiert oder eingelegt, um sie über den langen nordischen Winter haltbar zu machen.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli
Erntezeit: August, September
Pflanzenbild
© Moravice · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Generell gut verträglich; bei bekannter Allergie auf Rosengewächse (Rosaceae) mit Vorsicht. Früchte in großen Mengen können abführend wirken.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.