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Pflanzenprofil

Schwarzer Holunder

Sambucus nigraL.

Erkältung, Grippe, Fieber, Husten, Atemwegsinfekte, Immunstärkung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Erkältung, Grippe, Fieber, Husten, Atemwegsinfekte

Husten & BronchitisAtemwegsinfekteImmunsystemErkältung & GrippeHalsschmerzenFieberGrippeErkältung

Inhaltsstoffe

Flavonoide (RutinQuercetinKaempferol)Anthocyane (v. a. in Beeren)Ätherische Öle (v. a. in Blüten)SchleimstoffeSambunigrin (cyanogenes Glykosid in RindeBlättern und unreifen Früchten)PhenolsäurenTriterpene (UrsolsäureOleanolsäure)

Zubereitungsformen

TeeSirupTinkturAufgussStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit dem Attich (Sambucus ebulus), auch Zwerg-Holunder genannt, ist möglich, da beide Arten ähnliche Blätter und Blütenstände aufweisen. Der Attich wächst jedoch krautig und stirbt im Winter zurück; alle seine Teile sind giftig und verursachen nach Verzehr schwere Magen-Darm-Beschwerden.

Geschichte & Tradition

Der Schwarze Holunder ist eine der ältesten Heilpflanzen Mitteleuropas und wurde bereits von Hippokrates und Dioskurides beschrieben. In der europäischen Volksmedizin galt er als 'Hausapotheke des Landvolks', da nahezu alle Pflanzenteile therapeutisch genutzt wurden. Blüten und Beeren fanden traditionell vor allem bei fieberhaften Erkältungen, Grippe und Atemwegsinfekten Verwendung. Im Mittelalter war der Holunder zugleich als Schutzpflanze angesehen und tief im volksmedizinischen wie kulturellen Brauchtum Europas verankert.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober

Evidenzlage

Begrenzt

Pflanzenbild

Schwarzer Holunder

© Willow · CC BY 2.5

Sicherheitshinweise

Rohe Beeren können Übelkeit auslösen; Blätter, Rinde und unreife Früchte sind giftig. Nur reife, erhitzte Beeren verwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungVorsicht
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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