Pflanzenprofil
Sideritis scardica
Erkältung, Husten, Halsschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen, Verdauungsstörungen
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Erkältung, Husten, Halsschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen, Verdauungsstörungen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Stengelspitzen mit Blättern und Blüten (oberirdische Pflanzenteile; Kraut/Herba); geerntet während der Blütezeit Juni–September
Zubereitungsform: zerkleinertes Kraut als Kräutertee zur oralen Anwendung (Infusion oder Dekokt). Traditionelle Dosierung: 1–1,5 g pro Tasse (150 ml) kochendes Wasser als Aufguss; alternativ 15–25 g getrocknetes Kraut auf ca. 1 Liter kochendes Wasser als Dekokt. Keine alters- oder gewichtsbezogene Dosierungsangabe im vorliegenden Auszug.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im Handel werden häufig mehrere Sideritis-Arten (S. scardica, S. raeseri, S. syriaca, S. clandestina) unter dem Begriff 'Griechischer Bergtee' zusammengefasst und sind ohne botanische Expertise kaum voneinander zu unterscheiden. Eine Verwechslung mit anderen behaarten Lamiaceae-Arten der Balkanregion ist in freier Natur möglich, diese sind jedoch weder kulinarisch noch medizinisch gleichwertig etabliert.
Geschichte & Tradition
Sideritis scardica, im Volksmund als Griechischer Bergtee oder Olympkraut bezeichnet, wird seit der Antike im östlichen Mittelmeerraum und auf dem Balkan als Heilpflanze genutzt. Antike Autoren wie Dioskurides beschrieben Arten der Gattung Sideritis zur Wundbehandlung und bei Erkältungen; der Gattungsname leitet sich möglicherweise vom griechischen 'sideros' (Eisen) ab. In der griechischen, albanischen und mazedonischen Volksmedizin wird der heiß aufgebrühte Bergtee traditionell bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden genutzt. In modernen Studien werden entzündungshemmende und weitere bioaktive Effekte der Pflanzenflavonoide beschrieben.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: Juni, Juli, August
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Daderot · Public domain
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Sideritis herba, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Gilt allgemein als gut verträglich. In der Schwangerschaft und Stillzeit sicherheitshalber Rücksprache mit Arzt halten. Selten allergische Reaktionen möglich.
| Schwangerschaft | Vorsicht |
| Stillzeit | Vorsicht |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.