Luavera

Pflanzenprofil

Vogelmiere

Stellaria media

Caryophyllaceae

Die Vogelmiere ist eine weit verbreitete Wildpflanze, der in der Literatur entzündungshemmende und juckreizlindernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Sie wird traditionell äußerlich bei Hautreizungen, Ekzemen und kleinen Wunden eingesetzt. Innerlich wird sie als nährstoffreiches Wildgemüse geschätzt und traditionell bei Husten und Erkältungsbeschwerden genutzt. In der Volksmedizin findet sie zudem Anwendung bei rheumatischen Beschwerden und wird in der Literatur mit harntreibenden Eigenschaften beschrieben.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Hautreizungen, Ekzeme, Juckreiz, Wundheilung, Husten, Erkältung, Rheuma, Harnwegsbeschwerden

ErnährungHusten & BronchitisRheumaWunden & VerletzungenErkältung & GrippeHautproblemeErkaltungGelenk- & RheumaschmerzenEntzündungErnährungHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Triterpen-SaponineFlavonoide (RutinIsovitexin)CumarinePhytosteroleSchleimstoffeHydroxyzimtsäurenVitamin CMineralstoffe (CalciumKaliumMagnesium)

Zubereitungsformen

TeeAufgussSalbeUmschlagTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung ist mit verschiedenen Hornkraut-Arten (Cerastium spp.) möglich, die ebenfalls weißblühend und ähnlich behaart sind, sich jedoch durch tiefer eingeschnittene Kronblätter und stärkere Gesamtbehaarung unterscheiden. Auch andere Sternmieren-Arten wie die Gras-Sternmiere (Stellaria graminea) oder die Wald-Sternmiere (Stellaria nemorum) können verwechselt werden; ein sicheres Erkennungsmerkmal der Vogelmiere ist die charakteristische einzeilige Haarleiste am Stängel, die sich an jedem Knoten abwechselt.

Geschichte & Tradition

Die Vogelmiere ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze in der europäischen Volksmedizin bekannt und wurde vor allem äußerlich bei Hauterkrankungen, Juckreiz und entzündlichen Zuständen eingesetzt. Der englische Kräuterkundige Nicholas Culpeper beschrieb sie im 17. Jahrhundert als wirksames Mittel gegen Hautleiden und Entzündungen. In Japan gehört sie als Hakobé zu den traditionellen sieben Frühlingskräutern (Nanakusa) und wird dort seit Jahrhunderten als Nahrungspflanze geschätzt. Als nährstoffreiches Wildgemüse fand sie auch in Europa Verwendung in Zeiten des Nahrungsmittelmangels.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Erntezeit: Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober

Pflanzenbild

Vogelmiere

© Kaldari · CC0

Sicherheitshinweise

Gilt als gut verträglich; bei bekannter Allergie auf Nelkengewächse mit Vorsicht anwenden. In der Schwangerschaft nur in Speisemengen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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