Luavera

Pflanzenprofil

Gewürznelke

Syzygium aromaticum (L.) Merr. et L.M.Perry (syn. Eugenia caryophyllus (Spreng.) Bullock et S.G.Harrison)

Myrtaceae

Zahnschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit, Antiseptikum


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Zahnschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit, Antiseptikum

ZahnschmerzenVerdauungsbeschwerdenBlahungenEntzündungÜbelkeitMundgesundheit

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (v. a. EugenolEugenolacetatβ-Caryophyllen)Gerbstoffe (Ellagitannine)FlavonoidePhenolcarbonsäuren

Zubereitungsformen

Ätherisches ÖlTinkturPulverTee

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen der Gewürznelke als Droge sind aufgrund ihrer markanten Morphologie und ihres unverwechselbaren Aromas kaum möglich. Das ätherische Nelkenöl könnte jedoch mit dem Öl des Nelkenpfeffers (Pimenta dioica) verwechselt werden, das ebenfalls einen hohen Eugenolgehalt aufweist.

Geschichte & Tradition

Die Gewürznelke stammt ursprünglich von den Molukken (Indonesien) und zählte zu den begehrtesten Handelsgütern des mittelalterlichen Gewürzhandels. In der traditionellen chinesischen Medizin sind Nelken seit über 2000 Jahren als Aromatikum und Antiseptikum dokumentiert. Im europäischen Mittelalter wurden sie bei Zahnschmerzen, Mundgeruch und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Ab dem 16. Jahrhundert kontrollierten zunächst die Portugiesen, dann die Niederländer den lukrativen Nelkenhandel.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli

Erntezeit: September, Oktober, November

Evidenzlage

Begrenzt

Pflanzenbild

Gewürznelke

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Sicherheitshinweise

Ätherisches Öl unverdünnt nicht auf Schleimhäute auftragen. In der Schwangerschaft nur in Speisemengen. Kann Schleimhautreizungen verursachen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht