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Pflanzenprofil

Sand-Thymian

Thymus serpyllum

Lamiaceae

Der Sand-Thymian ist eine heimische Wildpflanze mit ähnlichen Eigenschaften wie der Garten-Thymian. Er wird in der Volksheilkunde zur Unterstützung bei Husten und leichten Atemwegserkrankungen wie Bronchitis verwendet, da seine ätherischen Öle in der Literatur als schleimlösend und krampflösend beschrieben werden. Darüber hinaus werden in der Fachliteratur antimikrobielle Effekte beschrieben und er wird volksmedizinisch auch zur Unterstützung der Verdauung verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Husten, Bronchitis, Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Mundspülungen bei Entzündungen

Husten & BronchitisBronchitisAtemwegserkrankungenVerdauungsbeschwerdenBlähungenMundgesundheit

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (ThymolCarvacrolp-CymolLinalool)Flavonoide (LuteolinApigenin)RosmarinsäureGerbstoffeTriterpene

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinkturSirupÄtherisches Öl

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischAntibiotikum (Tetracyclin-Klasse)Synergismus: Thymus-serpyllum-EO (Thymol, Carvacrol, Linalool) erhöht in vitro die Membranpermeabilität tetracyclinresistenter Salmonella, senkt MHK von 256 auf 4 µg/mL.Rein in-vitro-Befund (Salmonella aus Schweinefleischkette); keine klinische Handlungsempfehlung ableitbar. Forschungskontext beachten.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind am häufigsten mit anderen heimischen Thymian-Arten möglich, insbesondere mit Thymus pulegioides (Feld-Thymian) und Thymus praecox (Frühblühender Thymian), da sich diese Arten morphologisch stark ähneln und natürliche Hybriden bilden können. Eine Verwechslung mit gefährlichen Giftpflanzen gilt als unwahrscheinlich.

Geschichte & Tradition

Der Sand-Thymian ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt und wurde bereits von Dioskurides beschrieben. In der mitteleuropäischen Volksmedizin fand er über Jahrhunderte Verwendung bei Husten, Bronchialkatarrh und Verdauungsbeschwerden. Als heimische Wildpflanze war er oft dort verfügbar, wo der kultivierte Garten-Thymian nicht wuchs, und galt als dessen vollwertiger Ersatz. Im Mittelalter wurde er zudem als räucherndes und reinigendes Kraut eingesetzt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August

Pflanzenbild

Sand-Thymian

CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft in großen Mengen verwenden. Bei Allergie gegen Lippenblütler meiden. Kein Dauergebrauch ohne Rücksprache.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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