Luavera

Pflanzenprofil

Heidelbeere

Vaccinium myrtillusL.

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Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Kreislaufstörungen, Venenschwäche, Durchfall, Augenfunktion, Harnwegsinfekte

VerdauungsbeschwerdenDurchfallMund-rachenKreislaufMagen-darmAugenEntzündungVenenschwäche

Inhaltsstoffe

Anthocyanoside (DelphinidinCyanidinMalvidinPetunidin)Gerbstoffe (CatechineGallotannine)Flavonoide (QuercetinKämpferol)Pektineorganische SäurenVitamin C

Zubereitungsformen

TeeTinkturKapselStandardisierter ExtraktPulver

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Früchte (getrocknet: fructus siccus; frisch oder gefroren: fructus recens)

Fructus siccus als Kräutertee (oral), Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 4 g zerkleinerte Droge pro Tasse, 4–6x täglich; Tagesdosis 15–60 g in 3–4 Einzeldosen à 5–15 g als 10-min-Dekokt. Als Dekokt zur oromukosalen Anwendung (Mundspülung): 10%-iges Dekokt mehrmals täglich. Fructus recens Trockenextrakt (DER 153–76:1, Methanol 70% V/V, 36% Anthocyanoside entsprechend 25% Anthocyanidine) in festen Darreichungsformen: Einzeldosis 80–160 mg; Tagesdosis 160–540 mg (Weichkapseln: 180 mg 3x täglich; Hartkapseln: 80 mg 2–4x täglich oder 160 mg 1–2x täglich).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit der Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) ist möglich, deren Früchte äußerlich ähnlich erscheinen, jedoch weißes bis gelbliches Fruchtfleisch aufweisen, während Heidelbeere das Fruchtfleisch dunkelrot färbt. In größeren Mengen konsumiert, kann die Rauschbeere Schwindel und Übelkeit verursachen.

Geschichte & Tradition

Die Heidelbeere ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt, wobei getrocknete Früchte traditionell bei Durchfallerkrankungen eingesetzt wurden. Im Zweiten Weltkrieg berichteten britische Piloten von einer verbesserten Nachtsicht nach dem Genuss von Heidelbeerkonserven, was intensive wissenschaftliche Untersuchungen der Anthocyanoside auslöste. Die Blätter wurden volksmedizinisch bei Harnwegserkrankungen und zur Blutzuckerregulation verwendet, wenngleich die Früchte therapeutisch heute im Vordergrund stehen.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Heidelbeere

© Amédée Masclef · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Myrtilli fructus siccus, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Myrtilli fructus recens, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Frische Beeren wirken leicht abführend. Heidelbeerblätter-Präparate bei Langzeitanwendung meiden – mögliche Blutzuckersenkung und Hydrochinon-Gehalt.

Gegenanzeigen: Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren ist kontraindiziert. Anwendung bei Kindern von 3–11 Jahren wird nicht empfohlen. Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit wird aufgrund unzureichender Daten nicht empfohlen (auch wenn bisherige Anwendung als Arzneimittel und Lebensmittel keine Risiken gezeigt hat).

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitVorsicht
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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