Pflanzenprofil
Wicke
Die Wicken (Vicia) sind eine artenreiche Gattung der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) mit begrenzter medizinischer Bedeutung. Einige Arten wurden volksmedizinisch äußerlich bei Hautproblemen und entzündlichen Beschwerden verwendet. Die Ackerbohne (Vicia faba) ist die medizinisch bedeutsamste Art der Gattung, da sie L-DOPA enthält und traditionell sowie wissenschaftlich bei Morbus Parkinson untersucht wurde.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Volksmedizinisch bei Hautentzündungen; Vicia faba bei Parkinson-Symptomen (L-DOPA-Gehalt), Nahrungsergänzung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Wildwachsende Wickenarten können mit Platterbsen (Lathyrus spp.) verwechselt werden, die lathyrogene Aminosäuren (insbesondere β-ODAP) enthalten und bei übermäßigem Verzehr neurotoxisch wirken. Innerhalb der Gattung Vicia sind die einzelnen Arten aufgrund ähnlicher Blatt- und Blütenmorphologie schwer voneinander zu unterscheiden.
Geschichte & Tradition
Wicken, insbesondere die Ackerbohne (Vicia faba), gehören zu den ältesten Kulturpflanzen des Mittelmeerraums und Vorderasiens und wurden seit mindestens 6000 v. Chr. angebaut. In der antiken und mittelalterlichen Volksmedizin wurden Ackerbohnenmehl und -breiumschläge äußerlich bei Hauterkrankungen, Entzündungen und Geschwüren eingesetzt. Der medizinisch bedeutsame L-DOPA-Gehalt der Ackerbohne wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts wissenschaftlich beschrieben und als natürliches Vorkommen des Parkinson-Wirkstoffs Levodopa anerkannt. Wilde Wickenarten wie Vicia cracca spielten in der europäischen Volksmedizin allenfalls eine marginale Rolle.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September
Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August
Pflanzenbild
CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Einige Arten mäßig giftig; Vicia faba kann bei G6PD-Mangel Favismus auslösen; Rohverzehr vieler Arten nicht empfohlen
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.