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Pflanzenprofil

Ackerbohne

Vicia faba L.

Fabaceae

Die Ackerbohne wird in der Naturheilkunde vor allem aufgrund ihres hohen Gehalts an L-DOPA (Levodopa) beachtet, einem Vorläuferstoff des Botenstoffs Dopamin, der bei der Behandlung von Parkinson-Erkrankungen eine Rolle spielt. Traditionell werden die Samen als nährstoffreiches Lebensmittel mit hohem Protein- und Ballaststoffgehalt verwendet. Bei Personen mit einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD) kann der Verzehr zu schwerem hämolytischem Anfall (Favismus) führen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Parkinson-Begleittherapie (L-DOPA-Quelle), Proteinversorgung, Stärkung der Verdauung, traditionelle Ernährungsmedizin

ParkinsonErnährungVerdauungsbeschwerdenProtein-versorgungNervensystem

Inhaltsstoffe

L-DOPA (Levodopa)VicinConvicinProteineStärkeBallaststoffeLectinePhytinsäureTannine

Zubereitungsformen

PulverKapselStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Feld könnten jüngere Pflanzen mit anderen Wickenarten (Vicia sativa, Vicia villosa) verwechselt werden, die jedoch deutlich kleinere Blätter und Samen aufweisen. Ausgewachsene Ackerbohnenpflanzen sind durch ihre charakteristischen, weißen Schmetterlingsblüten mit schwarzem Fleck und die aufrechte, markhaltige Stängelbeschaffenheit gut zu unterscheiden.

Geschichte & Tradition

Die Ackerbohne zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit; archäologische Funde belegen ihren Anbau im Vorderen Orient und Mittelmeerraum seit mindestens 6000 v. Chr. In der Antike war sie ein Grundnahrungsmittel in Ägypten, Griechenland und Rom, wo sie auch religiöse Bedeutung besaß. Im mittelalterlichen Europa stellte sie als eiweißreiche Hülsenfrucht eine unverzichtbare Proteinquelle für die bäuerliche Bevölkerung dar. Das medizinische Interesse an ihrem L-DOPA-Gehalt entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Parkinson-Forschung.

Saison und Sammeln

Blütezeit: April, Mai, Juni

Erntezeit: Juli, August, September

Pflanzenbild

Ackerbohne

Public domain

Sicherheitshinweise

Favismus-Risiko bei G6PD-Mangel; rohe Bohnen giftig; Wechselwirkungen mit Parkinson-Medikamenten möglich

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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