Luavera

Pflanzenprofil

Ingwer

Zingiber officinaleRoscoe

Übelkeit, Erbrechen, Reisekrankheit, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl, Dyspepsie


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Übelkeit, Erbrechen, Reisekrankheit, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl, Dyspepsie

VerdauungsbeschwerdenÜbelkeitReisekrankheitBlahungenMagenbeschwerden

Inhaltsstoffe

Gingerole (6-8-10-Gingerol)Shogaoleätherische Öle (Zingiberenβ-SesquiphellandrenBisabolen)ParadoleZingibainHarze

Zubereitungsformen

TeeTinkturKapselPulverStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Rhizom (Wurzelstock von Zingiber officinale Roscoe, ganz oder geschnitten, teilweise oder vollständig geschält)

Pulver/Hartkapsel (250 mg): Reisekrankheit – Erw., Jugendl. und Kinder >6 J.: 500 mg ca. 30 Min. vor Reisebeginn, dann alle 4 Std., max. 2–2,5 g/Tag; Kinder 6–12 J.: 250–500 mg. Verdauungsbeschwerden/Dyspepsie: 180–560 mg 3× täglich. Schwangerschaftsübelkeit (WEU, bis Woche 16): 500 mg morgens, bei Bedarf weitere 500 mg, max. 1 g/Tag. Rheumatische Beschwerden: 500 mg 2–3× täglich, max. 1,5 g/Tag. Kinder unter 6 J.: nicht empfohlen. – Tinktur 1:10 (Ethanol 90 %): 1,5–3 ml 3× täglich. Tinktur 1:2 (Ethanol 90 %): 0,25–0,5 ml 3× täglich.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Ingwer (Zingiber officinale) kann aufgrund ähnlicher schuppiger Rhizome mit anderen Zingiberaceae wie der Gelbwurz (Curcuma longa) oder dem Echten Galgant (Alpinia officinarum) verwechselt werden. Das Rhizom des Ingwers ist jedoch durch seinen charakteristisch würzig-scharfen Geruch und das hellgelbe Innenfleisch eindeutig zu identifizieren.

Geschichte & Tradition

Ingwer gehört zu den ältesten bekannten Gewürz- und Heilpflanzen und wird seit über 5000 Jahren in der ayurvedischen Medizin Indiens sowie in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. In der griechischen und römischen Antike war er ein begehrtes Importgut aus Südostasien. Im europäischen Mittelalter zählte Ingwer neben Pfeffer zu den wertvollsten Handelsgütern und fand Eingang in zahlreiche medizinische Rezepturen. Hildegard von Bingen beschrieb ihn in ihren Heilkundeschriften als stärkendes Mittel für die Verdauung.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: Oktober, November, Dezember

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Ingwer

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Zingiberis rhizoma, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei Gallensteinen ärztlich abklären. Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich. In der Schwangerschaft nur in Nahrungsmengen verwenden.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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