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Hopfen (Humulus lupulus) — Anwendung, Wirkung und Sicherheit

Wer an Hopfen denkt, denkt zuerst an Bier. Und das nicht zu Unrecht: Die kletternde Pflanze mit ihren charakteristischen zapfenförmigen Blütenständen prägt seit Jahrhunderten die Braukultur Mitteleuropas. Doch Hopfen hat eine zweite Geschichte — eine, die weit älter ist als industrielle Brauereien und die heute wieder zunehmend Beachtung findet: jene als Heilpflanze. Bereits im Mittelalter setzten Kräuterkundige Hopfen bei Unruhezuständen und Schlaflosigkeit ein, und auch die moderne Phytotherap

Hopfen als Heil-Pflanze

Hopfen ist eine kletternde Pflanze. Die meisten Menschen kennen Hopfen vom Bier. Aber Hopfen ist auch eine Heil-Pflanze. Menschen nutzen Hopfen seit dem Mittelalter.

Wofür hilft Hopfen?

Hopfen kann bei diesen Beschwerden helfen:

Hopfen wirkt besonders gut zusammen mit anderen Heil-Pflanzen. Zum Beispiel mit Baldrian oder Melisse. Diese Kombination ist in Apotheken weit verbreitet.

Wichtig: Die Wissenschaft hat die Wirkung nicht vollständig bewiesen. Es gibt aber viel Erfahrungs-Wissen aus der Praxis.

Wie wirkt Hopfen?

Man verwendet die Blüten-Zapfen der Hopfen-Pflanze. Sie werden im August und September geerntet. Die Blüten-Zapfen enthalten besondere Wirk-Stoffe:

Diese Wirk-Stoffe beruhigen das Nerven-System. So fördern sie den Schlaf.

Dosierung — Wie viel nehmen?

Es gibt keine allgemeine Empfehlung für die Menge. Die richtige Dosis hängt von der Darreichungs-Form (Tee, Tropfen oder Tabletten) ab.

Lassen Sie sich von einer Fach-Person beraten. Das kann eine Ärztin, ein Arzt oder eine Apothekerin sein.

Nehmen Sie Hopfen nicht dauerhaft ein. Nutzen Sie ihn nur bei Bedarf, zum Beispiel in stressigen Phasen.

Neben-Wirkungen und Wechsel-Wirkungen

Hopfen ist meistens gut verträglich. Aber es gibt wichtige Hinweise.

Schläfrigkeit: Hopfen kann müde machen. Das kann zum Problem werden. Folgende Mittel können diese Wirkung verstärken:

Nehmen Sie solche Mittel? Dann fragen Sie zuerst eine Fach-Person.

Depression: Hat Ihre Schlaf-Störung mit einer Depression zu tun? Dann sprechen Sie zuerst mit einer Ärztin oder einem Arzt. Hopfen kann eine Behandlung gegen Depression nicht ersetzen.

Für wen ist Hopfen geeignet?

Hopfen kann helfen, wenn Sie:

Hopfen dürfen Sie nicht nehmen:

Sprechen Sie zuerst mit einer Fach-Person, wenn Sie:

Haben Sie starke oder anhaltende Beschwerden? Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt. Manchmal steckt eine Erkrankung dahinter.

Zusammen-Fassung

Hopfen ist eine bewährte Heil-Pflanze mit langer Tradition. Hopfen hilft bei Schlaf-Problemen und innerer Unruhe. Am besten wirkt Hopfen zusammen mit Baldrian oder Melisse.

Kaufen Sie Hopfen-Präparate in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten. Nehmen Sie andere Medikamente oder haben Sie eine Erkrankung? Dann fragen Sie immer zuerst eine Fach-Person.