Hopfen als Heil-Pflanze
Hopfen ist eine kletternde Pflanze. Die meisten Menschen kennen Hopfen vom Bier. Aber Hopfen ist auch eine Heil-Pflanze. Menschen nutzen Hopfen seit dem Mittelalter.
Wofür hilft Hopfen?
Hopfen kann bei diesen Beschwerden helfen:
- Schlaf-Probleme und Einschlaf-Schwierigkeiten
- Innere Unruhe und Stress
- Angst-Gefühle im Alltag
- Spannungs-Kopfschmerzen
- Beschwerden in den Wechsel-Jahren
- Magen-Darm-Beschwerden
Hopfen wirkt besonders gut zusammen mit anderen Heil-Pflanzen. Zum Beispiel mit Baldrian oder Melisse. Diese Kombination ist in Apotheken weit verbreitet.
Wichtig: Die Wissenschaft hat die Wirkung nicht vollständig bewiesen. Es gibt aber viel Erfahrungs-Wissen aus der Praxis.
Wie wirkt Hopfen?
Man verwendet die Blüten-Zapfen der Hopfen-Pflanze. Sie werden im August und September geerntet. Die Blüten-Zapfen enthalten besondere Wirk-Stoffe:
- Humulon und Lupulon (das sind Bitter-Stoffe)
- Ein beruhigender Stoff, der erst beim Trocknen entsteht
Diese Wirk-Stoffe beruhigen das Nerven-System. So fördern sie den Schlaf.
Dosierung — Wie viel nehmen?
Es gibt keine allgemeine Empfehlung für die Menge. Die richtige Dosis hängt von der Darreichungs-Form (Tee, Tropfen oder Tabletten) ab.
Lassen Sie sich von einer Fach-Person beraten. Das kann eine Ärztin, ein Arzt oder eine Apothekerin sein.
Nehmen Sie Hopfen nicht dauerhaft ein. Nutzen Sie ihn nur bei Bedarf, zum Beispiel in stressigen Phasen.
Neben-Wirkungen und Wechsel-Wirkungen
Hopfen ist meistens gut verträglich. Aber es gibt wichtige Hinweise.
Schläfrigkeit: Hopfen kann müde machen. Das kann zum Problem werden. Folgende Mittel können diese Wirkung verstärken:
- Schlaf-Mittel und Beruhigungs-Mittel
- Bestimmte Allergie-Mittel
- Alkohol
Nehmen Sie solche Mittel? Dann fragen Sie zuerst eine Fach-Person.
Depression: Hat Ihre Schlaf-Störung mit einer Depression zu tun? Dann sprechen Sie zuerst mit einer Ärztin oder einem Arzt. Hopfen kann eine Behandlung gegen Depression nicht ersetzen.
Für wen ist Hopfen geeignet?
Hopfen kann helfen, wenn Sie:
- gesund und erwachsen sind
- manchmal schlecht einschlafen oder nervös sind
- eine milde, pflanzliche Hilfe suchen
Hopfen dürfen Sie nicht nehmen:
- In der Schwanger-Schaft. Das ist verboten.
Sprechen Sie zuerst mit einer Fach-Person, wenn Sie:
- eine Depression haben
- Schlaf-Mittel oder Beruhigungs-Mittel nehmen
- ein Kind oder Jugendlicher sind
Haben Sie starke oder anhaltende Beschwerden? Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt. Manchmal steckt eine Erkrankung dahinter.
Zusammen-Fassung
Hopfen ist eine bewährte Heil-Pflanze mit langer Tradition. Hopfen hilft bei Schlaf-Problemen und innerer Unruhe. Am besten wirkt Hopfen zusammen mit Baldrian oder Melisse.
Kaufen Sie Hopfen-Präparate in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten. Nehmen Sie andere Medikamente oder haben Sie eine Erkrankung? Dann fragen Sie immer zuerst eine Fach-Person.