Harn-Wege und Blase: Heil-Pflanzen, die helfen
Viele Menschen kennen das Brennen beim Wasserlassen. Oder den ständigen Drang zur Toilette. Heil-Pflanzen können bei leichten Beschwerden helfen. Bei starken Beschwerden gehen Sie zum Arzt.
Welche Heil-Pflanzen können helfen?
Für diese Pflanzen gibt es wenig Studien. Das bedeutet nicht, dass sie nicht wirken. Aber Beweise aus der Wissenschaft fehlen noch.
Bruch-Kraut
- Hilft bei Blasen-Entzündung und Nieren-Grieß (kleine Kristalle in der Niere)
- Löst Krämpfe in den Harn-Wegen
- Anwendung als Tee oder Fertig-Präparat (fertig gekauftes Mittel)
Acker-Schachtelhalm
- Regt die Harn-Ausscheidung an
- Spült Keime aus den Harn-Wegen
- Achtung: Nur Produkte aus dem Fach-Handel kaufen
- Der giftige Sumpf-Schachtelhalm sieht ähnlich aus
Mais-Narben (die Fäden am Mais-Kolben)
- Helfen bei Blasen-Entzündung
- Leicht harn-treibend und beruhigend
- Anwendung als Tee
Dornige Hauhechel
- Klassisches Mittel zur Harn-Wege-Spülung
- Lindert Entzündungen in den Harn-Wegen
- Anwendung als Tee oder Trocken-Extrakt (konzentriertes Pflanzenmittel)
Kleines Habichts-Kraut
- Harn-treibend
- Gut bei Blasen-Entzündung und Nieren-Beschwerden
- Anwendung als Tee
Löwenzahn
- Regt die Harn-Ausscheidung an
- Hilft bei Wasser-Einlagerungen im Körper
- Anwendung als Tee, Saft oder Fertig-Präparat
Kirsch-Stiele
- Mildes, gut verträgliches Mittel
- Hilft bei Blasen-Entzündung
- Anwendung als Tee
Oliven-Blatt
- Harn-treibend
- Hilft bei Blasen-Entzündung
- Anwendung als Tee, Extrakt oder Kapsel
So wenden Sie die Pflanzen an
Trinken Sie die Pflanzen als Tee. Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit. Das spült die Harn-Wege durch.
Fertig-Präparate gibt es als Tabletten oder Kapseln. Sie haben eine genaue, gleich-bleibende Dosierung (Menge).
Wenden Sie die Mittel ein bis zwei Wochen an. Bessern sich die Beschwerden nach drei Tagen nicht: Gehen Sie zum Arzt.
Worauf Sie achten müssen
Schwanger-schaft und Still-Zeit: Diese Pflanzen nicht einnehmen: Bruch-Kraut, Hauhechel, Acker-Schachtelhalm, Kirsch-Stiele, Mais-Narben und Oliven-Blatt.
Nieren-Erkrankungen: Sprechen Sie erst mit dem Arzt. Stark harn-treibende Mittel können schaden. Das gilt besonders für Acker-Schachtelhalm, Hauhechel und Bruch-Kraut.
Allergien:
- Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler. Wer auf Kamille reagiert, soll aufpassen.
- Bei Mais-Allergie keine Mais-Narben nehmen.
- Bei Allergie auf Oliven kein Oliven-Blatt nehmen.
Wechsel-Wirkungen (wenn Mittel sich gegenseitig beeinflussen):
- Oliven-Blatt kann blutdruck-senkende Mittel verstärken.
- Löwenzahn kann mit Wasser-Tabletten reagieren.
- Sprechen Sie immer mit dem Arzt oder Apotheker.
Wann müssen Sie zum Arzt?
Gehen Sie sofort zum Arzt, wenn Sie:
- Fieber oder Schüttelfrost haben
- starke Rücken- oder Flanken-Schmerzen (Schmerzen seitlich am Rücken) haben
- Blut im Urin sehen
- nach drei Tagen keine Besserung spüren
- mehr als drei Harn-Wege-Infekte pro Jahr haben
- ein Mann sind — Männer sollten bei Blasen-Beschwerden immer zum Arzt