Wunden und Verletzungen: Hilfe aus der Natur
Kleine Verletzungen passieren im Alltag oft. Das können Schnitte, Schürfwunden oder Prellungen sein. Heil-Pflanzen können die Heilung unterstützen. Sie ersetzen aber keine richtige Wund-Versorgung.
Diese Heil-Pflanzen können helfen
Ringelblume Die Ringelblume wirkt gegen Entzündungen (Rötung und Schwellung). Sie fördert die Heilung der Haut. Sie hilft bei Schürfwunden und Verbrennungen. Nutzen Sie sie als Salbe oder Tinktur (flüssiges Pflanzen-Mittel).
Johannis-Kraut Johannis-Kraut-Öl hilft bei oberflächlichen (nicht tiefen) Wunden. Es wirkt gegen Entzündungen. Achtung: Es macht die Haut sonnen-empfindlicher.
Myrrhe Myrrhe tötet Keime (Bakterien) ab. Sie hilft besonders bei kleinen Mund-Wunden. Zum Beispiel nach einer Zahn-Behandlung.
Teebaum-Öl Teebaum-Öl tötet Bakterien und Pilze ab. Es hilft bei kleinen Wunden. Wichtig: Immer in einem Träger-Öl verdünnen.
Echinacea (Sonnenhut) Echinacea wirkt gegen Entzündungen. Es stärkt die Abwehr im Wund-Bereich.
Steinklee Steinklee hilft bei Prellungen und Schwellungen. Legen Sie ihn als feuchten Umschlag auf.
Hafer Hafer-Extrakt beruhigt gereizte Haut. Er unterstützt die Heilung bei Juckreiz.
So wenden Sie die Mittel an
- Salben und Cremes: 1 bis 3 Mal täglich auf die saubere Wunde auftragen.
- Tinkturen: Verdünnt als Umschlag auflegen. Nicht auf tiefe Wunden.
- Ätherische Öle: Immer verdünnen. 1 bis 2 Prozent im Träger-Öl.
- Fertig-Produkte aus der Apotheke: Sicherer als selbst gemachte Mittel.
Bessert sich die Wunde nach 5 bis 7 Tagen nicht? Gehen Sie zum Arzt.
Wichtige Warnhinweise
Johannis-Kraut
- Erhöht die Sonnen-Empfindlichkeit der Haut.
- Nicht vor der Sonne anwenden.
- Hat starke Wechsel-Wirkungen mit vielen Medikamenten.
- Zum Beispiel mit der Anti-Baby-Pille, Blut-Verdünnern und Antidepressiva.
- Bitte vorher mit Ihrem Arzt sprechen.
Myrrhe
- Nicht in der Schwangerschaft anwenden.
- Kann die Gebärmutter anregen.
Teebaum-Öl
- Niemals unverdünnt auf die Haut auftragen.
- Nicht einnehmen.
- Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Ringelblume
- Kann bei Korbblütler-Allergie Reaktionen auslösen.
- Nicht auf infizierte Wunden auftragen.
Echinacea
- Nicht bei Auto-Immun-Erkrankungen (Abwehr-System greift den Körper an) anwenden.
- Nicht länger als 8 Wochen anwenden.
Steinklee
- Nicht bei Blut-Gerinnungs-Störungen anwenden.
- Nicht in der Schwangerschaft anwenden.
Nachtkerzen-Öl
- Kann bei Epilepsie (Anfalls-Krankheit) Anfälle begünstigen.
- In der Schwangerschaft nur nach Arzt-Absprache anwenden.
Nehmen Sie Medikamente? Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wann müssen Sie zum Arzt?
Gehen Sie sofort zum Arzt bei:
- Tiefen oder stark blutenden Wunden
- Fremd-Körpern in der Wunde (z.B. Glas oder Splitter)
- Zeichen einer Infektion: Eiter, Fieber oder starke Rötung
- Biss-Wunden von Tieren oder Menschen
- Verbrennungen mit Blasen oder tiefem Gewebe-Schaden
- Wunden bei Diabetes (Zucker-Krankheit) oder Durchblutungs-Störungen
- Wunden, die nach 7 bis 10 Tagen nicht heilen
- Wunden im Gesicht, an Gelenken oder im Genital-Bereich
Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr zum Arzt gehen.
Fazit
Heil-Pflanzen wie Ringelblume, Johannis-Kraut und Teebaum-Öl können helfen. Sie eignen sich für einfache, oberflächliche Wunden. Sie sind eine Ergänzung zur normalen Wund-Pflege. Sie ersetzen aber keine ärztliche Behandlung.