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Pflanzenprofil

Kalmus

Acorus calamus

Acoraceae

Kalmus wird traditionell genutzt bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit und Magenkrämpfen. Das ätherische Öl des Rhizoms wird in Studien mit einer Anregung der Magensaftsekretion und krampflösenden Effekten beschrieben. In der europäischen Phytotherapie ist er seit Jahrhunderten als Bitterstoff- und Karminativum bekannt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenkrämpfe, Dyspepsie

VerdauungsbeschwerdenAppetitlosigkeitBlahungenMagenbeschwerdenKrampfe

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (β-Asaronα-AsaronCampher)Bitterstoff AcorinGerbstoffeStärkeCholinCalamin

Zubereitungsformen

TeeTinkturÄtherisches ÖlPulverAbkochung

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Kalmus kann an seinen Wuchsorten mit der Gelben Schwertlilie (Iris pseudacorus) verwechselt werden, da beide ähnliche schertförmige Blätter an Ufern bilden. Der aromatisch-würzige Geruch beim Zerreiben der Kalmusblätter sowie die charakteristisch gewellte Blattkante ermöglichen eine sichere Unterscheidung.

Geschichte & Tradition

Kalmus stammt ursprünglich aus Süd- und Ostasien und ist seit Jahrtausenden in der indischen Ayurveda-Medizin und der traditionellen chinesischen Medizin gebräuchlich. Im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze durch den Botaniker Carolus Clusius nach Mitteleuropa eingeführt und verbreitete sich rasch in Apothekergärten und an Gewässerufern. In der europäischen Klostermedizin und Volksmedizin galt das Rhizom als bewährtes Mittel gegen Magenleiden und zum Kauen bei Zahnschmerzen. Bis ins 20. Jahrhundert war Kalmus in vielen europäischen Pharmakopöen verzeichnet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli

Erntezeit: März, April, September, Oktober, November

Pflanzenbild

Kalmus

© J.F. Gaffard, Autoreille, France · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Enthält β-Asaron (potenziell karzinogen); nicht in der Schwangerschaft; EU-Grenzwerte für β-Asaron beachten; Langzeitanwendung vermeiden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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