Pflanzenprofil
Hundspetersilie
Die Hundspetersilie ist eine giftige Wildpflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), die keine anerkannte schulmedizinische Anwendung besitzt. Alle Pflanzenteile enthalten das Alkaloid Aethusin und können bei Verzehr Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auslösen. In der klassischen Homöopathie wird das Mittel Aethusa traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Milchunverträglichkeit von Säuglingen und nervöser Erschöpfung eingesetzt.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Homöopathisch: Verdauungsstörungen, Milchunverträglichkeit bei Säuglingen, nervöse Erschöpfung; keine pflanzenheilkundliche Anwendung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Die größte Verwechslungsgefahr besteht mit der Gartenpetersilie (Petroselinum crispum), der die Hundspetersilie im vegetativen Zustand sehr ähnelt; ein sicheres Unterscheidungsmerkmal sind die langen, deutlich nach unten hängenden Hüllchenblätter der Hundspetersilie sowie der unangenehme Geruch der zerriebenen Blätter. Auch eine Verwechslung mit dem Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium) ist möglich.
Geschichte & Tradition
Die Hundspetersilie war bereits in der Antike als Giftpflanze bekannt und wird in historischen Kräuterbüchern vorrangig als gefährliche Verwechslungspflanze zur Gartenpetersilie beschrieben. Eine volksmedizinische Nutzung als Heilmittel ist kaum belegt, da die ausgeprägte Toxizität aller Pflanzenteile einem therapeutischen Einsatz entgegenstand. Samuel Hahnemann nahm Aethusa cynapium im frühen 19. Jahrhundert in das homöopathische Arzneimittelrepertoire auf; seitdem wird die homöopathische Zubereitung klassisch bei Verdauungsstörungen und Milchunverträglichkeit von Säuglingen verwendet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
Public domain
Sicherheitshinweise
Giftpflanze! Alle Pflanzenteile giftig. Nicht einnehmen. Starke Verwechslungsgefahr mit Petersilie und Kerbel.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.