Luavera

Pflanzenprofil

Hundspetersilie

Aethusa cynapium

Apiaceae

Die Hundspetersilie ist eine giftige Wildpflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), die keine anerkannte schulmedizinische Anwendung besitzt. Alle Pflanzenteile enthalten das Alkaloid Aethusin und können bei Verzehr Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auslösen. In der klassischen Homöopathie wird das Mittel Aethusa traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Milchunverträglichkeit von Säuglingen und nervöser Erschöpfung eingesetzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Homöopathisch: Verdauungsstörungen, Milchunverträglichkeit bei Säuglingen, nervöse Erschöpfung; keine pflanzenheilkundliche Anwendung

VerdauungsbeschwerdenErnährungNervensystem

Inhaltsstoffe

Polyacetylene (AethusinAethusanol)ätherisches Öl

Zubereitungsformen

Tinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die größte Verwechslungsgefahr besteht mit der Gartenpetersilie (Petroselinum crispum), der die Hundspetersilie im vegetativen Zustand sehr ähnelt; ein sicheres Unterscheidungsmerkmal sind die langen, deutlich nach unten hängenden Hüllchenblätter der Hundspetersilie sowie der unangenehme Geruch der zerriebenen Blätter. Auch eine Verwechslung mit dem Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium) ist möglich.

Geschichte & Tradition

Die Hundspetersilie war bereits in der Antike als Giftpflanze bekannt und wird in historischen Kräuterbüchern vorrangig als gefährliche Verwechslungspflanze zur Gartenpetersilie beschrieben. Eine volksmedizinische Nutzung als Heilmittel ist kaum belegt, da die ausgeprägte Toxizität aller Pflanzenteile einem therapeutischen Einsatz entgegenstand. Samuel Hahnemann nahm Aethusa cynapium im frühen 19. Jahrhundert in das homöopathische Arzneimittelrepertoire auf; seitdem wird die homöopathische Zubereitung klassisch bei Verdauungsstörungen und Milchunverträglichkeit von Säuglingen verwendet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Pflanzenbild

Hundspetersilie

Public domain

Sicherheitshinweise

Giftpflanze! Alle Pflanzenteile giftig. Nicht einnehmen. Starke Verwechslungsgefahr mit Petersilie und Kerbel.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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