Pflanzenprofil
Bärlauch
Bärlauch ist eine heimische Wildpflanze, die traditionell bei Verdauungs- und Herz-Kreislauf-Beschwerden eingesetzt wird. Die frischen Blätter enthalten schwefelhaltige Verbindungen ähnlich wie Knoblauch, jedoch in milderen Konzentrationen. In der Volksheilkunde wird Bärlauch traditionell als Frühjahrskur genutzt; in der Literatur werden dem Bärlauch verschiedene biologische Aktivitäten zugeschrieben. Auch wird ihm traditionell eine Bedeutung für den Stoffwechsel beigemessen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsförderung, Arteriosklerose-Prophylaxe, Frühjahrskur
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Bärlauch wird häufig mit dem stark giftigen Maiglöckchen (Convallaria majalis) und dem ebenfalls giftigen Aronstab (Arum maculatum) verwechselt, da alle drei Arten im Frühjahr ähnlich geformte, elliptische Blätter ausbilden. Der charakteristische Knoblauchgeruch der zerriebenen Bärlauchblätter gilt als zuverlässigstes Unterscheidungsmerkmal.
Geschichte & Tradition
Bärlauch wurde bereits von germanischen und keltischen Völkern als Heil- und Nahrungspflanze genutzt und ist seit dem Mittelalter in Klostergärten belegt. Der Volksname leitet sich von der Beobachtung ab, dass Bären nach dem Winterschlaf diese Pflanze bevorzugt fraßen, um wieder zu Kräften zu kommen. In der europäischen Volksmedizin wird Bärlauch seit Jahrhunderten als klassische Frühjahrspflanze geschätzt; die Volkstradition verbindet ihn mit der Unterstützung natürlicher Reinigungsvorgänge und Stoffwechselbelebung. Hildegard von Bingen und spätere Kräuterkundige schrieben ihm unterstützende Eigenschaften bei Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung zu.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: März, April, Mai
Erntezeit: März, April, Mai
Pflanzenbild
© Rodolph · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen! Nicht bei Zwiebel-/Knoblauch-Allergie. Rohe Blätter in großen Mengen meiden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.