Luavera

Pflanzenprofil

Angelica sinensis

Angelica sinensis (Oliv.) Diels

Apiaceae

Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Dysmenorrhö, Blutmangel, Durchblutungsförderung, Prämenstruelles Syndrom


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Dysmenorrhö, Blutmangel, Durchblutungsförderung, Prämenstruelles Syndrom

SchmerzenWechseljahreMenstruationDurchblutungBlutFrauenbeschwerdenPms

Inhaltsstoffe

Phthalide (LigustilidButylidenphthalid)FerulasäureCumarineätherisches ÖlPolysaccharideFlavonoide

Zubereitungsformen

TinkturKapselPulverStandardisierter ExtraktAbkochung

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (rauchgetrocknet, ganz oder fragmentiert, ohne Wurzelfasern; Angelica sinensis radix / Danggui)

Historisch (Eumenol-Tabletten, Schweden 1939–1946): 2–4 Tabletten täglich, je 0,3 g Trockenextrakt (DER 2:1, entspricht 0,6 g Droge), Extraktionsmittel wahrscheinlich 70 % Ethanol, oral. Eumenol-Lösung: 3x täglich 1 Kaffeelöffel (~2 g) oral. Chinesische Pharmakopöe (1963/1977): 4,5–9 g Droge täglich. Zubereitungsformen: Flüssigextrakt, Trocken-Flüssigextrakt; Darreichungsformen: Orallösung, Tabletten.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Angelica sinensis kann morphologisch mit anderen Apiaceae-Arten verwechselt werden, insbesondere mit der heimischen Angelica archangelica (Europäische Engelwurz) oder mit giftigen Doldenblütlern wie Conium maculatum (Gefleckter Schierling) und Cicuta virosa (Wasserschierling). Eine botanische Bestimmung anhand getrockneter Wurzelware ist für Laien schwer möglich.

Geschichte & Tradition

Angelica sinensis, im Chinesischen als Dāng Guī bekannt, wird seit über 2000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt und gilt als eine der meistverwendeten Heilpflanzen Ostasiens. Historisch wurde sie zur Behandlung von Blutmangel, Menstruationsstörungen und zur Stärkung des weiblichen Organismus genutzt. In der klassischen TCM-Lehre zählt sie zu den tonisierenden Kräutern und wird häufig in Rezepturgemischen verarbeitet. In der westlichen Phytotherapie wurde sie erst im 20. Jahrhundert bekannter, vor allem im Kontext der Frauenheilkunde.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: September, Oktober, November

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Angelica sinensis

© AnonymousUnknown author · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Angelicae sinensis radix, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft verwenden. Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien (z.B. Warfarin) möglich. Nicht bei östrogenabhängigen Erkrankungen.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerVorsicht
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht