Pflanzenprofil
Ceylon-Zimtbaum
Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Rinde (ätherisches Öl aus der Rinde)
Oral: 50–200 mg täglich, aufgeteilt in 2–3 Einzeldosen; Anwendungsdauer begrenzt auf 2 Wochen. Topische Anwendung ist nicht Bestandteil des Monographs.
Wechselwirkungen
| Schweregrad | Medikament / Wirkstoffklasse | Mechanismus | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Moderat | Rosuvastatin | Möglicherweise additive hepatotoxische Wirkung von Zimt und Statinen; genauer Mechanismus unklar. | Kombination von Zimt und Statinen vermeiden; bei gleichzeitiger Einnahme Leberenzyme überwachen. |
Verwechslungsgefahr
Häufig wird Ceylon-Zimt mit dem Cassia-Zimtbaum (Cinnamomum cassia / Cinnamomum aromaticum) verwechselt, der im Handel oft schlicht als "Zimt" angeboten wird. Ceylon-Zimt ist an seinen dünnen, mehrlagig aufgerollten Rindenstangen und seinem deutlich niedrigeren Cumaringehalt zu erkennen.
Geschichte & Tradition
Ceylon-Zimt gehört zu den ältesten bekannten Gewürz- und Heilpflanzen der Menschheit. Bereits im Alten Ägypten wurde er für Einbalsamierungen und Räucherungen verwendet; frühe Schriftquellen aus China und Indien belegen seinen Einsatz vor über 4.000 Jahren. In der ayurvedischen Medizin gilt er als wärmendes, verdauungsförderndes Mittel, und europäische Kräuterbücher des Mittelalters übernahmen diese Indikationen. Die Rinde war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eines der wertvollsten Handelsgüter überhaupt und trieb maßgeblich die europäische Suche nach dem Seeweg nach Asien voran.
Saison und Sammeln
Blütezeit: März, April, Mai
Erntezeit: Mai, Juni, November, Dezember
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
Public domain
Sicherheitshinweise
Bei Schwangerschaft und Lebererkrankungen meiden. Ätherisches Öl unverdünnt nicht auf Haut auftragen. Wechselwirkung mit Blutverdünnern möglich.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des ätherischen Öls (inkl. Cinnamaldehyd, Cinnamylalkohol). Kontaktallergie gegen Zimtduftstoffe.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Vorsicht |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
