Luavera

Pflanzenprofil

Ceylon-Zimtbaum

Cinnamomum verum J. S. Presl;Cinnamomum zeylanicum Nees

Lauraceae

Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit

VerdauungsbeschwerdenBlahungenUbelkeitMagen-darmAppetitlosigkeitKrampfe

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (v. a. ZimtaldehydEugenol)GerbstoffeSchleimstoffeProanthocyanidineCumarin (in sehr geringen Mengen)

Zubereitungsformen

TeeTinkturPulverKapselÄtherisches Öl

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Rinde (ätherisches Öl aus der Rinde)

Oral: 50–200 mg täglich, aufgeteilt in 2–3 Einzeldosen; Anwendungsdauer begrenzt auf 2 Wochen. Topische Anwendung ist nicht Bestandteil des Monographs.

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
ModeratRosuvastatinMöglicherweise additive hepatotoxische Wirkung von Zimt und Statinen; genauer Mechanismus unklar.Kombination von Zimt und Statinen vermeiden; bei gleichzeitiger Einnahme Leberenzyme überwachen.

Verwechslungsgefahr

Häufig wird Ceylon-Zimt mit dem Cassia-Zimtbaum (Cinnamomum cassia / Cinnamomum aromaticum) verwechselt, der im Handel oft schlicht als "Zimt" angeboten wird. Ceylon-Zimt ist an seinen dünnen, mehrlagig aufgerollten Rindenstangen und seinem deutlich niedrigeren Cumaringehalt zu erkennen.

Geschichte & Tradition

Ceylon-Zimt gehört zu den ältesten bekannten Gewürz- und Heilpflanzen der Menschheit. Bereits im Alten Ägypten wurde er für Einbalsamierungen und Räucherungen verwendet; frühe Schriftquellen aus China und Indien belegen seinen Einsatz vor über 4.000 Jahren. In der ayurvedischen Medizin gilt er als wärmendes, verdauungsförderndes Mittel, und europäische Kräuterbücher des Mittelalters übernahmen diese Indikationen. Die Rinde war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eines der wertvollsten Handelsgüter überhaupt und trieb maßgeblich die europäische Suche nach dem Seeweg nach Asien voran.

Saison und Sammeln

Blütezeit: März, April, Mai

Erntezeit: Mai, Juni, November, Dezember

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Ceylon-Zimtbaum

Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Cinnamomi cortex, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Cinnamomi corticis aetheroleum, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei Schwangerschaft und Lebererkrankungen meiden. Ätherisches Öl unverdünnt nicht auf Haut auftragen. Wechselwirkung mit Blutverdünnern möglich.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des ätherischen Öls (inkl. Cinnamaldehyd, Cinnamylalkohol). Kontaktallergie gegen Zimtduftstoffe.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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