Luavera

Pflanzenprofil

Dickblattgewächse

Crassulaceae

Die Crassulaceae sind eine artenreiche Pflanzenfamilie der Ordnung Saxifragales mit zahlreichen sukkulenten Vertretern, von denen einige volksheilkundliche Bedeutung besitzen. Bekannteste Heilpflanzen der Familie sind die Hauswurz (Sempervivum tectorum), die wird in der Volksheilkunde äußerlich bei Hautreizungen und Verbrennungen beschrieben, sowie die Rosenwurz (Rhodiola rosea), die in der Volksheilkunde zur Unterstützung bei Stressbelastung und Müdigkeit genutzt wird. Einzelne Arten wie der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) sind hingegen giftig und für den Eigeneinsatz ungeeignet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Äußerlich: Hautreizungen, Verbrennungen, Wunden (Hauswurz); innerlich: Stressadaptation, Erschöpfung (Rosenwurz)

HautproblemeWunden & VerletzungenEntzündungStress & NervositätErschöpfungVerbrennungen

Inhaltsstoffe

FlavonoideGerbstoffeorganische Säuren (insb. Äpfelsäure)Rosavine und Salidrosid (Rhodiola rosea)SchleimstoffeAlkaloide (einzelne Sedum-Arten)

Zubereitungsformen

UmschlagSalbeTinkturStandardisierter ExtraktKapsel

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Innerhalb der Familie besteht ein relevantes Verwechslungsrisiko zwischen dem giftigen Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre) und anderen, volksheilkundlich genutzten Sedum-Arten, da alle Arten äußerlich ähnliche Merkmale aufweisen. Sempervivum-Arten können von Laien mit rein ornamentalen Sukkulenten anderer Familien (z. B. Echeveria, Aeonium) verwechselt werden, die keine entsprechenden Heilwirkungen besitzen.

Geschichte & Tradition

Einzelne Vertreter der Crassulaceae, insbesondere die Hauswurz (Sempervivum tectorum), sind seit der Antike in der europäischen Volksmedizin belegt und werden in der Tradition äußerlich bei Verbrennungen, Warzen und entzündlichen Hauterkrankungen angewendet. Plinius der Ältere beschrieb die Hauswurz als Schutzmittel gegen Blitzschlag und Unheil, woraus sich ihr Brauch als Dachpflanze erklärt. Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) hingegen war vor allem in der skandinavischen, sibirischen und tibetischen Volksmedizin als traditionelles Stärkungsmittel bei Erschöpfung und körperlicher Belastung gebräuchlich. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Rosenwurz begannen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vornehmlich durch sowjetische Forschungsgruppen.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Pflanzenbild

Dickblattgewächse

© Nadiatalent · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Einige Arten giftig (z. B. Sedum acre) – Artbestimmung vor Anwendung zwingend. Innere Anwendung nur bei sicher identifizierten Arten.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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