Luavera

Pflanzenprofil

Faulbaum

Frangula alnus

Rhamnaceae

Der Faulbaum ist ein heimischer Strauch, dessen getrocknete Rinde (Faulbaumrinde) seit Jahrhunderten als pflanzliches Abführmittel eingesetzt wird. Die enthaltenen Anthrachinon-Glykoside wie Frangulosid regen die Darmperistaltik an und erweichen den Stuhl. Medizinisch wird er bei träger Verdauung und chronischer Verstopfung verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verstopfung, träge Verdauung, Darmregulierung

VerstopfungVerdauungsbeschwerdenDarm

Inhaltsstoffe

Anthrachinon-Glykoside (FrangulosideGlucofrangulin A und B)EmodinGerbstoffeFlavonoidePflanzenschleime

Zubereitungsformen

TeeAbkochungTinkturPulverStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind möglich mit dem Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), der ebenfalls zur Familie der Rhamnaceae gehört und ähnliche Wirkstoffe enthält. Äußerlich kann der Faulbaum zudem mit dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) verwechselt werden, der jedoch an seinen gefiederten Blättern und dem markigen Ast sicher zu unterscheiden ist.

Geschichte & Tradition

Die Rinde des Faulbaums wurde bereits im Mittelalter als Abführmittel genutzt und findet sich in zahlreichen historischen Kräuterbüchern. Der Name 'Faulbaum' verweist auf den unangenehmen Geruch der frischen Rinde. Frische Rinde ist stark brechreizerregend; erst nach mindestens einjähriger Lagerung oder Erhitzung wandeln sich die Anthron-Verbindungen in die verträgliche Anthrachinonform um. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert zählte Faulbaumrinde zu den meistverwendeten pflanzlichen Laxantien in Europa.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: April, Mai

Pflanzenbild

Faulbaum

© Sten Porse · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Frische Rinde ist giftig – nur getrocknete (mind. 1 Jahr) oder erhitzte Rinde verwenden. Nicht bei Kindern unter 12, Schwangerschaft oder Darmentzündung.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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