Luavera

Pflanzenprofil

Mate-Strauch

Ilex paraguariensis A.St.-Hil.

Aquifoliaceae

Erschöpfung, Schwäche, Müdigkeit, Harnwegsbeschwerden, Diuretikum, Stoffwechselförderung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Erschöpfung, Schwäche, Müdigkeit, Harnwegsbeschwerden, Diuretikum, Stoffwechselförderung

MüdigkeitErschöpfungHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Methylxanthine (KoffeinTheobrominTheophyllin)ChlorogensäureKaffeesäurederivateSaponineGerbstoffeFlavonoide (RutinQuercetin)KaliumMagnesium

Zubereitungsformen

TeeTinkturKapselStandardisierter ExtraktPulver

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Ganze oder geschnittene getrocknete Blätter (Folium); zur Verhinderung von Fermentation kurz bei 300 °C geröstet ('Sapeco'). Geröstete Blätter (PAH-Gehalt) sind vom HMPC-Monographiebereich ausgenommen.

Erwachsene – Indikation Müdigkeit/Schwächegefühl: 3-mal täglich einen Kräutertee aus je 1 g zerkleinerter Droge (Tagesdosis 3 g). Indikation Diuretikum/Spülung der Harnwege: 1–2-mal täglich einen Kräutertee aus je 2,5 g Droge. Literarischer Dosierungsbereich: 2–5 g Droge/Tag. Darreichungsform: zerkleinertes Kraut als Aufguss (Kräutertee).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im getrockneten Zustand könnte das Blattmaterial mit anderen Ilex-Arten, insbesondere der europäischen Stechpalme (Ilex aquifolium), verwechselt werden. Da Mate jedoch fast ausschließlich als standardisiertes Handelsprodukt bezogen wird, sind Verwechslungen in der Praxis selten.

Geschichte & Tradition

Der Mate-Strauch wurde von den indigenen Guaraní-Völkern Südamerikas seit vorkolonialer Zeit als Nahrungs- und Heilmittel genutzt. Das belebende Getränk diente traditionell zur Stärkung bei Erschöpfung und als harntreibendes Mittel. Im 16. Jahrhundert lernten spanische Kolonisatoren und Jesuiten die Pflanze kennen und förderten ihren Anbau in Paraguay und Südostbrasilien. Heute ist Mate ein kulturell tief verwurzeltes Nationalgetränk in Argentinien, Uruguay und Paraguay.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Oktober, November, Dezember

Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Mate-Strauch

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Mate folium, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Enthält Koffein; nicht geeignet bei Herzerkrankungen oder Bluthochdruck; Schlafstörungen möglich; bei Überdosierung Nervosität

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckMeiden
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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