Luavera

Pflanzenprofil

Flachs

Linum usitatissimum

Linaceae

Verstopfung, Darmträgheit, Magen-Darm-Beschwerden, gereizte Schleimhäute, Reizdarmsyndrom


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verstopfung, Darmträgheit, Magen-Darm-Beschwerden, gereizte Schleimhäute, Reizdarmsyndrom

VerdauungsbeschwerdenMagenbeschwerdenHautproblemeMagenproblemeVerstopfungDarmEntzündung

Inhaltsstoffe

Schleimstoffefette Öle (α-LinolensäureLinolsäureÖlsäure)LignaneProteinecyanogene Glykoside (LinamarinLotaustralin)

Zubereitungsformen

PulverTeeUmschlagKapsel

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Samen (getrocknete, reife Samen von Linum usitatissimum L.)

Well-established use (Laxativum): Erwachsene, ältere Personen und Jugendliche ab 10 Jahren: 10–15 g Leinsamen, 2–3-mal täglich, oral. Traditionelle Anwendung (Schleimzubereitung/Demulgens): Einzeldosis 5–10 g ganze oder gebrochene Samen in 250 ml Wasser einweichen bis zur vollständigen Quellung; eine halbe Stunde vor dem Essen einnehmen, bis zu 3-mal täglich; Schleimzubereitung kann mit oder ohne Samen getrunken werden.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit dem Purgier-Lein (Linum catharticum) ist bei Wildvorkommen möglich; dieser ist deutlich kleiner und trägt weiße, keine blauen Blüten. Bei handelsüblichen Leinsamen besteht kein nennenswertes Verwechslungsrisiko.

Geschichte & Tradition

Flachs zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde bereits im Neolithikum in Vorderasien sowohl als Faser- als auch als Heilpflanze angebaut. In der antiken Medizin nutzten Ägypter, Griechen und Römer Leinsamen zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden. Im Mittelalter waren Leinsamenbrei-Umschläge bei Entzündungen und Abszessen ein verbreitetes Hausmittel. Hildegard von Bingen und spätere Kräuterkundige empfahlen Leinöl innerlich bei Verstopfung und äußerlich bei Hauterkrankungen.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Flachs

© Brandt, Wilhelm; Gürke, M.; Köhler, F. E.; Pabst, G.; Schellenberg, G.; Vogtherr, Max. · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Lini semen, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Stets ausreichend Wasser trinken (mind. 150 ml pro EL). Nicht bei Darmverschluss oder Schluckbeschwerden anwenden.

Gegenanzeigen: Schluckbeschwerden sind eine Kontraindikation für quellfähige Mittel wie Leinsamen (Erstickungsgefahr). Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird wegen fehlender Erfahrungsdaten und möglicher östrogener Wirkungen nicht empfohlen. Weitere explizit aufgeführte Gegenanzeigen (Abschnitt 5.5.2 des Reports) sind im vorliegenden Auszug nicht enthalten.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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