Pflanzenprofil
Chinesische Pfingstrose
Menstruationsbeschwerden, Dysmenorrhoe, Schmerzen, Entzündungen, Lebererkrankungen, Blutstase, Krämpfe
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Menstruationsbeschwerden, Dysmenorrhoe, Schmerzen, Entzündungen, Lebererkrankungen, Blutstase, Krämpfe
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (geschält, in Wasser gekocht und getrocknet; Rhizom und Nebenwurzeln entfernt)
Traditionelle Tagesdosis gemäß TCM-Pharmakopöen (China 2010, Taiwan, WHO 1999): 6–15 g zerkleinerter Herbalsubstanz als Dekokt. Historisch auch als Weinextrakt (1:5), Einzeldosis 5–10 Tropfen (Madaus 1976). Kein EU-spezifisches Dosierungsschema verfügbar; keine zugelassenen oder registrierten Arzneimittel in der EU/EEA.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine häufige Verwechslung besteht mit Paeonia veitchii Lynch (Chi Shao, 赤芍, Rote Pfingstrose), die morphologisch sehr ähnlich ist, jedoch in der TCM als eigenständige Arzneidroge mit abweichendem Wirkprofil gilt. Daneben können diverse ornamentale Paeonia-Züchtungen im Gartenbau äußerlich kaum unterschieden werden, besitzen aber keine entsprechend dokumentierte Heilwirkung.
Geschichte & Tradition
Die Wurzel der Chinesischen Pfingstrose (Bai Shao, 白芍) zählt zu den meistverwendeten Heilpflanzen der Traditionellen Chinesischen Medizin und ist seit über 1500 Jahren in klassischen Texten dokumentiert. Sie findet sich als Kernbestandteil in bedeutenden Rezepturen wie dem Si Wu Tang (Vier-Substanzen-Dekokt), das in der TCM-Literatur traditionell im Kontext der Frauengesundheit beschrieben wird, sowie im Shaoyao Gancao Tang (Pfingstrose-Süßholz-Dekokt), für das in der Literatur muskelentspannende Effekte beschrieben werden. In der westlichen Phytotherapie ist die Pflanze erst seit dem 20. Jahrhundert verstärkt in den Fokus der Forschung gerückt, insbesondere hinsichtlich in Studien beschriebener anti-entzündlicher und analgetischer Effekte des Paeoniflorins.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Mai, Juni
Erntezeit: September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Ulf Eliasson · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien möglich. Nur nach ärztlicher Rücksprache.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.