Luavera

Pflanzenprofil

Pfeffer

Piper nigrum L.

Piperaceae

Pfeffer (Piper nigrum) ist eine der ältesten und bedeutendsten Heilpflanzen der traditionellen Medizin und wird seit Jahrtausenden zur Förderung der Verdauung eingesetzt. Dem Wirkstoff Piperin werden in Studien Effekte auf die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe und Arzneistoffe zugeschrieben. In der Literatur werden für Pfeffer antibakterielle sowie entzündungshemmende Effekte beschrieben. In der Ayurvedischen Medizin wird Pfeffer traditionell bei Erkältungen, Atemwegserkrankungen und Stoffwechselschwäche verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen, Erkältung, Stoffwechselförderung

AppetitlosigkeitVerdauungsbeschwerdenBlahungenErkaltungStoffwechselSchmerzEntzündung

Inhaltsstoffe

PiperinChavicinPiperettin (Alkaloide)ätherisches Öl (β-CaryophyllenLimonenα-PinenSabinen)Stärkefettes ÖlHarze

Zubereitungsformen

PulverKapselTinkturÄtherisches ÖlAbkochung

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Pfeffer kann mit dem Langen Pfeffer (Piper longum) verwechselt werden, der ähnliche Alkaloide enthält, jedoch längliche Fruchtstände bildet. Der Kubebenpfeffer (Piper cubeba) weist ebenfalls Ähnlichkeiten auf und wird gelegentlich als Handelsverfälschung nachgewiesen.

Geschichte & Tradition

Pfeffer wird seit mindestens 4000 Jahren in der indischen Medizin verwendet und ist fester Bestandteil des ayurvedischen Trikatu-Präparats (zusammen mit Ingwer und Langem Pfeffer). Im antiken Griechenland und Rom galt er als Heil- und Gewürzmittel; Dioskurides beschrieb seine verdauungsfördernden Eigenschaften. Im mittelalterlichen Europa war Pfeffer so begehrt, dass er als Zahlungsmittel diente und maßgeblich den Gewürzhandel mit dem Orient prägte.

Saison und Sammeln

Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August

Erntezeit: August, September, Oktober, November, Dezember

Pflanzenbild

Pfeffer

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Sicherheitshinweise

Nicht bei Magengeschwüren oder Gastritis; kann Schleimhäute reizen; in hohen Dosen gastrointestinale Beschwerden; Vorsicht in der Schwangerschaft.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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