Pflanzenprofil
Rosmarinus officinalis
Kreislaufbeschwerden, niedriger Blutdruck, Verdauungsstörungen, Blähungen, Müdigkeit, Rheuma (äußerlich)
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Kreislaufbeschwerden, niedriger Blutdruck, Verdauungsstörungen, Blähungen, Müdigkeit, Rheuma (äußerlich)
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (folium) und ätherisches Öl (aetheroleum) der oberirdischen Pflanzenteile
Oral (Blatt als Tee): 1–2 g/250 ml, 2–3x täglich; alternativ 2 g als Aufguss 1–2x täglich. Kapseln (Pulver): 2x 250 mg, 3x täglich. Äußerlich (ätherisches Öl): Salbe 6 g Öl/100 g, ca. 3 cm Auftrag 2–3x täglich; Creme 10% Öl, 3–6 cm 2–3x täglich, nur Erwachsene, max. 4 Wochen. Badezusatz (Blatt): 1 Liter Dekokt (1:20) dem Badewasser zugeben, 2x wöchentlich.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Aufgrund seiner charakteristischen nadelförmigen, immergrünen Blätter und des intensiven, kampferartigen Aromas ist Rosmarin im Freiland kaum mit anderen Pflanzen zu verwechseln. Eine entfernte optische Ähnlichkeit kann mit Lavendel (Lavandula angustifolia) bestehen, lässt sich jedoch anhand der Blattform, des Geruchs und des Wuchses sicher ausschließen.
Geschichte & Tradition
Rosmarin ist seit der Antike im Mittelmeerraum als Heil- und Gewürzpflanze bekannt und wurde von Griechen und Römern sowohl medizinisch als auch kultisch genutzt. Im Mittelalter fand er Eingang in europäische Klostergärten und wurde von Hildegard von Bingen sowie Dioskurides beschrieben. Das sogenannte Ungarische Wasser (Aqua Reginae Hungariae), eines der frühesten alkoholischen Parfums Europas, basierte seit dem 14. Jahrhundert auf Rosmarin-Destillat. In der europäischen Volksheilkunde wurde er traditionell zur Anregung der Durchblutung, bei Verdauungsbeschwerden sowie äußerlich bei rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen eingesetzt.
Saison und Sammeln
Blütezeit: März, April, Mai, Juni
Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Margalob · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft; nicht bei Epilepsie; äußerliche Anwendung nicht auf Wunden; hohe Dosen meiden.
Gegenanzeigen: Der Abschnitt 5.5.2 (Gegenanzeigen) ist im bereitgestellten Auszug nicht vollständig enthalten. Explizit genannt wird lediglich die traditionelle Empfehlung, Rosmarin in der Schwangerschaft zu meiden, da es als Emmenagogum gilt. Ein Produkt zur äußerlichen Anwendung ist nur für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.