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Pflanzenprofil

Rosmarinus officinalis

Rosmarinus officinalisL.

Kreislaufbeschwerden, niedriger Blutdruck, Verdauungsstörungen, Blähungen, Müdigkeit, Rheuma (äußerlich)


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Kreislaufbeschwerden, niedriger Blutdruck, Verdauungsstörungen, Blähungen, Müdigkeit, Rheuma (äußerlich)

VerdauungsbeschwerdenBlähungenKreislaufRheumaBlahungenMudigkeitMuskelschmerzen

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (18-CineolCampherα-PinenBorneolBorneylacetat)Phenolische Diterpene (CarnosolsäureCarnosolRosmanol)RosmarinsäureFlavonoide (LuteolinApigeninDiosmin)Triterpene (UrsolsäureOleanolsäure)Gerbstoffe

Zubereitungsformen

TeeTinkturÄtherisches ÖlSalbeStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (folium) und ätherisches Öl (aetheroleum) der oberirdischen Pflanzenteile

Oral (Blatt als Tee): 1–2 g/250 ml, 2–3x täglich; alternativ 2 g als Aufguss 1–2x täglich. Kapseln (Pulver): 2x 250 mg, 3x täglich. Äußerlich (ätherisches Öl): Salbe 6 g Öl/100 g, ca. 3 cm Auftrag 2–3x täglich; Creme 10% Öl, 3–6 cm 2–3x täglich, nur Erwachsene, max. 4 Wochen. Badezusatz (Blatt): 1 Liter Dekokt (1:20) dem Badewasser zugeben, 2x wöchentlich.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Aufgrund seiner charakteristischen nadelförmigen, immergrünen Blätter und des intensiven, kampferartigen Aromas ist Rosmarin im Freiland kaum mit anderen Pflanzen zu verwechseln. Eine entfernte optische Ähnlichkeit kann mit Lavendel (Lavandula angustifolia) bestehen, lässt sich jedoch anhand der Blattform, des Geruchs und des Wuchses sicher ausschließen.

Geschichte & Tradition

Rosmarin ist seit der Antike im Mittelmeerraum als Heil- und Gewürzpflanze bekannt und wurde von Griechen und Römern sowohl medizinisch als auch kultisch genutzt. Im Mittelalter fand er Eingang in europäische Klostergärten und wurde von Hildegard von Bingen sowie Dioskurides beschrieben. Das sogenannte Ungarische Wasser (Aqua Reginae Hungariae), eines der frühesten alkoholischen Parfums Europas, basierte seit dem 14. Jahrhundert auf Rosmarin-Destillat. In der europäischen Volksheilkunde wurde er traditionell zur Anregung der Durchblutung, bei Verdauungsbeschwerden sowie äußerlich bei rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen eingesetzt.

Saison und Sammeln

Blütezeit: März, April, Mai, Juni

Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Rosmarinus officinalis

© Margalob · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Rosmarini folium, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Rosmarini aetheroleum, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft; nicht bei Epilepsie; äußerliche Anwendung nicht auf Wunden; hohe Dosen meiden.

Gegenanzeigen: Der Abschnitt 5.5.2 (Gegenanzeigen) ist im bereitgestellten Auszug nicht vollständig enthalten. Explizit genannt wird lediglich die traditionelle Empfehlung, Rosmarin in der Schwangerschaft zu meiden, da es als Emmenagogum gilt. Ein Produkt zur äußerlichen Anwendung ist nur für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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