Pflanzenprofil
Griechischer Salbei
Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, übermäßiges Schwitzen
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, übermäßiges Schwitzen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (ganz oder zerkleinert, getrocknet)
Oral (Dyspepsie): Infusion aus 1–1,5 g Droge in 150 ml Wasser, ein- oder mehrmals täglich. Topisch (Mund/Rachen): Infusion aus 3–4 g/100 ml Wasser als Mundspülung oder Gurgellösung. Topisch (Schleimhautentzündungen): Infusion/Dekokt 3–4 g/100 ml, als Waschung, Irrigation oder Umschlag.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Die häufigste Verwechslung besteht mit dem Echten Salbei (Salvia officinalis), dem Griechischer Salbei in Habitus und Blattgestalt ähnelt; Salvia fruticosa ist jedoch durch seine häufig dreizähligen (trilobaten) Blätter und den stärker verzweigten, strauchartigeren Wuchs zu unterscheiden. Gelegentlich sind auch Verwechslungen mit anderen mediterranen Salbei-Arten wie Salvia pomifera möglich.
Geschichte & Tradition
Salvia fruticosa ist seit der Antike im östlichen Mittelmeerraum – insbesondere auf Kreta, Zypern und dem griechischen Festland – als Heilpflanze bekannt und wurde dort ähnlich wie der Echte Salbei (Salvia officinalis) verwendet. In der griechischen Volksmedizin fand er traditionell Anwendung bei Erkältungskrankheiten, Mund- und Rachenentzündungen sowie Verdauungsbeschwerden. Im Handel wurde er über Jahrhunderte häufig als Handelsware gemeinsam mit oder anstelle von Salvia officinalis geführt, da beide Arten pharmazeutisch als weitgehend gleichwertig galten. Erst im 20. Jahrhundert setzte eine systematische botanische und phytochemische Unterscheidung beider Arten ein.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: März, April, Mai, Juni
Erntezeit: April, Mai, Juni, Juli
Evidenzlage
Gut belegtQuellen
- EMA HMPC Assessment: Salviae trilobae folium, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Thujondreiche Präparate nicht langfristig in hohen Dosen. Nicht für Kleinkinder.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Meiden |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.