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Pflanzenprofil

Griechischer Salbei

Salvia fructicosa Mill. (syn. Salvia triloba L. fil)

Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, übermäßiges Schwitzen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, übermäßiges Schwitzen

HalsschmerzenMund-rachen-beschwerdenVerdauungsbeschwerdenWechseljahreSchwitzenEntzündung

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (18-Cineolα- und β-ThujonCampher)RosmarinsäureFlavonoide (LuteolinApigenin)Diterpene (CarnosolCarnosolsäure)Gerbstoffe

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinkturStandardisierter ExtraktSalbe

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (ganz oder zerkleinert, getrocknet)

Oral (Dyspepsie): Infusion aus 1–1,5 g Droge in 150 ml Wasser, ein- oder mehrmals täglich. Topisch (Mund/Rachen): Infusion aus 3–4 g/100 ml Wasser als Mundspülung oder Gurgellösung. Topisch (Schleimhautentzündungen): Infusion/Dekokt 3–4 g/100 ml, als Waschung, Irrigation oder Umschlag.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die häufigste Verwechslung besteht mit dem Echten Salbei (Salvia officinalis), dem Griechischer Salbei in Habitus und Blattgestalt ähnelt; Salvia fruticosa ist jedoch durch seine häufig dreizähligen (trilobaten) Blätter und den stärker verzweigten, strauchartigeren Wuchs zu unterscheiden. Gelegentlich sind auch Verwechslungen mit anderen mediterranen Salbei-Arten wie Salvia pomifera möglich.

Geschichte & Tradition

Salvia fruticosa ist seit der Antike im östlichen Mittelmeerraum – insbesondere auf Kreta, Zypern und dem griechischen Festland – als Heilpflanze bekannt und wurde dort ähnlich wie der Echte Salbei (Salvia officinalis) verwendet. In der griechischen Volksmedizin fand er traditionell Anwendung bei Erkältungskrankheiten, Mund- und Rachenentzündungen sowie Verdauungsbeschwerden. Im Handel wurde er über Jahrhunderte häufig als Handelsware gemeinsam mit oder anstelle von Salvia officinalis geführt, da beide Arten pharmazeutisch als weitgehend gleichwertig galten. Erst im 20. Jahrhundert setzte eine systematische botanische und phytochemische Unterscheidung beider Arten ein.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: März, April, Mai, Juni

Erntezeit: April, Mai, Juni, Juli

Evidenzlage

Gut belegt

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Salviae trilobae folium, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Thujondreiche Präparate nicht langfristig in hohen Dosen. Nicht für Kleinkinder.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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