Pflanzenprofil
Frauenminze
Die Frauenminze ist eine alte Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Menstruationsstörungen und Kopfschmerzen eingesetzt wurde. Als bitterstoffhaltige Pflanze regt sie die Gallenproduktion an und fördert die Verdauung. Äußerlich wurde sie bei Wunden und Hautbeschwerden angewendet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, Menstruationsstörungen, Kopfschmerzen, Gallenschwäche, Blähungen, äußerliche Wundversorgung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Aufgrund des Namens 'Frauenminze' ist eine Verwechslung mit echten Minzen (Mentha-Arten) möglich, obwohl diese einer anderen Gattung angehören. Innerhalb der Gattung Tanacetum besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Rainfarn (Tanacetum vulgare), der jedoch stärker fiederteilige Blätter aufweist und deutlich herb-aromatisch riecht.
Geschichte & Tradition
Die Frauenminze gehört zu den ältesten Kulturpflanzen Mitteleuropas und findet sich bereits im Capitulare de Villis Karls des Großen (um 795 n. Chr.) als empfohlene Gartenpflanze. Im Mittelalter war sie ein fester Bestandteil klösterlicher Kräutergärten und wurde von Heilkundigen zur Förderung der Verdauung sowie bei Frauenleiden eingesetzt. In Nordeuropa diente sie getrocknete als duftende Buchseite in Bibeln und Gebetbüchern, was ihr den englischen Beinamen 'Bible Leaf' einbrachte. Mit dem Aufkommen exotischer Gewürze verlor sie ab der Neuzeit zunehmend an Bedeutung.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juli, August, September
Erntezeit: Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
© Stanislav Doronenko · CC BY 2.5
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft anwenden (thujonhaltig). Nicht bei Epilepsie. Kann Allergien bei Korbblütler-Sensibilität auslösen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
