Erschöpfung: Heil-Pflanzen, die helfen können
Was ist Erschöpfung?
Erschöpfung ist mehr als gewöhnliche Müdig-keit. Sie schlafen viel — und fühlen sich trotzdem müde. Konzentration und Geduld lassen nach. Die Freude am Alltag fehlt.
Die Ursachen können sein:
- Zu viel Stress in der Arbeit oder Familie
- Zu wenig Schlaf über lange Zeit
- Zu wenig Nährstoffe im Körper
Heil-Pflanzen können Erschöpfung nicht heilen. Aber sie können dem Körper helfen. Sie helfen, mit Belastung besser umzugehen. Sie können den Schlaf verbessern.
Welche Heil-Pflanzen können helfen?
Ashwagandha
Ashwagandha ist eine Pflanze aus Indien. Sie wird in der Literatur als Adaptogen (Anpassungs-Pflanze) beschrieben. Das bedeutet: Sie wird traditionell genutzt, um dem Körper bei der Anpassung an Belastungen zu helfen. Sie wird traditionell bei Erschöpfung und Schlafproblemen verwendet. Die Wissenschaft nennt die Beweise noch schwach. Ashwagandha kann müde machen — das ist abends gut.
Rosenwurz
Rosenwurz wächst in Gebirgen im Norden Europas. Sie wird ebenfalls als Adaptogen beschrieben. Sie wird traditionell bei Erschöpfung und Stimmungsschwankungen verwendet. Wichtig: Nehmen Sie Rosenwurz morgens ein. Am Abend kann sie den Schlaf stören.
Ginseng
Ginseng ist eine bekannte Heil-Wurzel aus Asien. Sie wird traditionell bei Müdig-keit und Konzentrations-Schwäche verwendet. Nehmen Sie Ginseng nicht länger als drei Monate.
Sibirischer Ginseng (Taiga-Wurzel)
Sibirischer Ginseng ist mit echtem Ginseng nicht verwandt. Er wird traditionell bei Erschöpfung und allgemeiner Schwäche verwendet. Er wird zur Unterstützung bei Belastungen eingesetzt. Auch hier gilt: Maximal drei Monate einnehmen.
Hafer
Das Hafer-Kraut (die grünen Teile der Pflanze) wird zur Beruhigung der Nerven genutzt. Es wird traditionell bei Erschöpfung mit innerer Unruhe verwendet. Hafer wirkt mild und sanft. Er ist gut verträglich.
Grüner Tee
Grüner Tee enthält Koffein und L-Theanin (eine Aminosäure). L-Theanin wird mit einer Form von ruhiger Wachheit beschrieben — ruhiger als reines Koffein. Er wird traditionell bei Müdig-keit und Konzentrations-Schwäche verwendet.
Guaraná
Guaraná kommt aus dem Amazonas-Gebiet. Er enthält sehr viel Koffein — mehr als Kaffee. Er wirkt schnell, aber er ist kein Adaptogen. Er wird vor allem als Aufputsch-Mittel verwendet.
Yerba Maté
Maté ist ein Tee aus Süd-Amerika. Er enthält ebenfalls Koffein und wird zur Belebung genutzt.
Anwendung und Dosierung
Kaufen Sie Adaptogene als Fertig-Präparat aus der Apotheke. Dort ist der Wirk-Stoff-Gehalt verlässlich. Selbst hergestellte Mittel schwanken stark in der Qualität.
Adaptogene wirken nicht sofort. Sie brauchen vier bis acht Wochen. Koffein-Pflanzen wirken schnell, lösen aber keine tiefen Ursachen.
Wichtige Warn-Hinweise
In der Schwanger-schaft — nehmen Sie diese Pflanzen nicht ein:
- Ashwagandha, Rosenwurz, Ginseng, Sibirischer Ginseng
- Guaraná und Maté
Koffein-haltige Pflanzen sind auch in der Still-Zeit mit Vorsicht zu genießen.
Bei Blut-Hoch-Druck — nehmen Sie diese Pflanzen nicht ohne Arzt-Gespräch:
- Ginseng, Sibirischer Ginseng, Guaraná, Maté, Grüner Tee
Bei Medikamenten — manche Pflanzen beeinflussen Medikamente:
- Ginseng, Sibirischer Ginseng und Guaraná beeinflussen Blut-Verdünner
- Ashwagandha beeinflusst Schild-Drüsen-Mittel und Beruhi-gungs-Mittel
- Rosenwurz kann Anti-Depressiva beeinflussen
Sprechen Sie immer zuerst mit dem Arzt oder Apotheker.
Bei Schlaf-Problemen: Nehmen Sie koffein-haltige Pflanzen nicht am Abend ein. Auch Rosenwurz nicht abends nehmen. Ashwagandha können Sie abends nehmen — sie macht eher müde.