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Schlafprobleme: Pflanzliche Hilfe, die wirklich etwas bringt

Wer nachts wach liegt und auf den Schlaf wartet, der einfach nicht kommen will, kennt das Gefühl: Die Gedanken kreisen, der Körper ist müde, aber der Geist findet keine Ruhe. Schlafprobleme gehören zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Menschen in die Apotheke oder zum Arzt kommen — und sie betreffen alle Altersgruppen. Als Schlafprobleme bezeichnet man Schwierigkeiten beim Einschlafen, häufiges Aufwachen in der Nacht, zu frühes Erwachen am Morgen sowie einen Schlaf, der sich trotz ausreichen

Schlaf-Probleme: Hilfe durch Pflanzen

Manchmal können Sie nachts nicht schlafen. Das kennen viele Menschen.

Sie können nicht einschlafen. Oder Sie wachen nachts oft auf. Oder Sie fühlen sich morgens noch müde. Das sind Schlaf-Probleme.

Schlaf-Probleme entstehen oft durch Stress oder Sorgen. Am nächsten Tag fühlen Sie sich erschöpft und unkonzentriert.

Manche Menschen wollen keine starken Schlaf-Mittel nehmen. Pflanzen können dann helfen. Dieser Ratgeber erklärt, wie.

Welche Pflanzen helfen?

Baldrian (eine Wur-zel-Pflanze):

Hopfen-Zapfen:

Passions-Blume (eine Pflanze aus Süd-Amerika):

Melisse:

Linden-Blüten:

Kalifornischer Mohn:

Zitronen-Verbene:

Mischungen aus Baldrian und Hopfen sind ebenfalls beliebt. Sie können die Wirkung verstärken.

Wichtig: Die Wirkung dieser Pflanzen ist wissenschaftlich noch wenig erforscht. Gute Studien fehlen noch.

Wie nehmen Sie die Pflanzen ein?

Als Tee (geeignet für Melisse, Linden-Blüten, Hopfen): Trinken Sie ihn 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafen.

Als Fertig-Präparat (Tabletten oder Tropfen aus der Apotheke): Diese enthalten immer die gleiche Menge Wirk-Stoff. Besonders bei Baldrian empfohlen.

Als Tinktur (Tropfen mit Alkohol): In Wasser auflösen und vor dem Schlafen nehmen. Bei Alkohol-Unverträglichkeit: alkohol-freie Alternativen wählen.

Wichtig bei Baldrian: Die Wirkung kommt manchmal erst nach 2 bis 4 Wochen. Geben Sie nicht zu früh auf.

Nehmen Sie Pflanzen nicht monatelang ohne Arzt-Begleitung.

Was Sie unbedingt beachten müssen

Schläfrigkeit: Baldrian, Hopfen, Passions-Blume und Kalifornischer Mohn machen schläfrig. Fahren Sie danach kein Auto.

Wechsel-Wirkungen: Nehmen Sie keine Pflanzen zusammen mit Schlaf-Mitteln oder Beruhigungs-Mitteln. Fragen Sie zuerst Ihren Arzt.

Alkohol: Kombinieren Sie diese Pflanzen nie mit Alkohol.

Schwanger-schaft und Stillzeit: Die meisten Pflanzen sind dann nicht empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt.

Kinder: Fragen Sie bei Kindern immer zuerst den Arzt. Passions-Blume und Kalifornischer Mohn sind nicht für Kinder unter 12 Jahren.

Kawa-Kawa (eine besondere Pflanze): Diese Pflanze kann die Leber schädigen. Nur unter Arzt-Aufsicht nehmen. Maximal 3 Monate. Nicht bei Leber-Erkrankungen.

Schild-drüse: Melisse beeinflusst die Schild-drüse. Vorsicht bei Schild-drüsen-Unterfunktion.

Wann zum Arzt?

Gehen Sie zum Arzt, wenn:

Pflanzen helfen nur bei leichten, kurzfristigen Schlaf-Problemen. Bei schweren Schlaf-Störungen brauchen Sie eine Arzt-Behandlung.