Schlaf-Probleme: Hilfe durch Pflanzen
Manchmal können Sie nachts nicht schlafen. Das kennen viele Menschen.
Sie können nicht einschlafen. Oder Sie wachen nachts oft auf. Oder Sie fühlen sich morgens noch müde. Das sind Schlaf-Probleme.
Schlaf-Probleme entstehen oft durch Stress oder Sorgen. Am nächsten Tag fühlen Sie sich erschöpft und unkonzentriert.
Manche Menschen wollen keine starken Schlaf-Mittel nehmen. Pflanzen können dann helfen. Dieser Ratgeber erklärt, wie.
Welche Pflanzen helfen?
Baldrian (eine Wur-zel-Pflanze):
- Hilft beim Ein- und Durch-schlafen.
- Wirkt gegen Unruhe und Stress.
- Kann Schläfrigkeit verursachen: Fahren Sie danach kein Auto.
Hopfen-Zapfen:
- Helfen bei kurzfristiger Schlaf-Losigkeit und Unruhe.
- Nicht bei Depressionen nehmen.
- Nicht in der Schwanger-schaft.
Passions-Blume (eine Pflanze aus Süd-Amerika):
- Hilft bei Schlaf-Störungen und Angst-Gefühlen.
- Gilt als sanfte Pflanze.
- Nicht in der Schwanger-schaft.
Melisse:
- Wirkt beruhigend auf die Nerven.
- Hilft auch bei Bauch-Beschwerden.
- Vorsicht bei Schild-drüsen-Unterfunktion.
Linden-Blüten:
- Helfen bei leichten Ein-schlaf-Problemen.
- Meistens als Tee am Abend.
- Bei Herz-Erkrankungen: nicht zu viel trinken.
Kalifornischer Mohn:
- Hilft bei Schlaf-Losigkeit und innerer Spannung.
- Nicht für Kinder unter 12 Jahren.
Zitronen-Verbene:
- Hilft bei Ein-schlaf-Problemen und Stress.
- Vorsicht bei Nieren-Erkrankungen.
Mischungen aus Baldrian und Hopfen sind ebenfalls beliebt. Sie können die Wirkung verstärken.
Wichtig: Die Wirkung dieser Pflanzen ist wissenschaftlich noch wenig erforscht. Gute Studien fehlen noch.
Wie nehmen Sie die Pflanzen ein?
Als Tee (geeignet für Melisse, Linden-Blüten, Hopfen): Trinken Sie ihn 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafen.
Als Fertig-Präparat (Tabletten oder Tropfen aus der Apotheke): Diese enthalten immer die gleiche Menge Wirk-Stoff. Besonders bei Baldrian empfohlen.
Als Tinktur (Tropfen mit Alkohol): In Wasser auflösen und vor dem Schlafen nehmen. Bei Alkohol-Unverträglichkeit: alkohol-freie Alternativen wählen.
Wichtig bei Baldrian: Die Wirkung kommt manchmal erst nach 2 bis 4 Wochen. Geben Sie nicht zu früh auf.
Nehmen Sie Pflanzen nicht monatelang ohne Arzt-Begleitung.
Was Sie unbedingt beachten müssen
Schläfrigkeit: Baldrian, Hopfen, Passions-Blume und Kalifornischer Mohn machen schläfrig. Fahren Sie danach kein Auto.
Wechsel-Wirkungen: Nehmen Sie keine Pflanzen zusammen mit Schlaf-Mitteln oder Beruhigungs-Mitteln. Fragen Sie zuerst Ihren Arzt.
Alkohol: Kombinieren Sie diese Pflanzen nie mit Alkohol.
Schwanger-schaft und Stillzeit: Die meisten Pflanzen sind dann nicht empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt.
Kinder: Fragen Sie bei Kindern immer zuerst den Arzt. Passions-Blume und Kalifornischer Mohn sind nicht für Kinder unter 12 Jahren.
Kawa-Kawa (eine besondere Pflanze): Diese Pflanze kann die Leber schädigen. Nur unter Arzt-Aufsicht nehmen. Maximal 3 Monate. Nicht bei Leber-Erkrankungen.
Schild-drüse: Melisse beeinflusst die Schild-drüse. Vorsicht bei Schild-drüsen-Unterfunktion.
Wann zum Arzt?
Gehen Sie zum Arzt, wenn:
- Schlaf-Probleme länger als 3 bis 4 Wochen anhalten.
- Der schlechte Schlaf Ihren Alltag stark beeinträchtigt.
- Sie eine Krankheit dahinter vermuten. Zum Beispiel Schlaf-Apnoe (Atem-Aussetzer im Schlaf) oder Depressionen.
- Sie starke Schmerzen oder Herz-Probleme haben.
- Sie bereits regelmäßig Schlaf-Mittel nehmen.
Pflanzen helfen nur bei leichten, kurzfristigen Schlaf-Problemen. Bei schweren Schlaf-Störungen brauchen Sie eine Arzt-Behandlung.