Senf als Heil-Pflanze
Senf ist eine alte Heil-Pflanze. Die Samen des Senfs helfen bei Beschwerden. Menschen nutzen Senf seit Tausenden von Jahren.
Wofür hilft Senf?
Senf hilft bei zwei Bereichen:
Atem-Wege und Muskeln:
- bei Erkältung, Husten und Bronchitis (Entzündung der Atem-Wege)
- bei Rheuma (Gelenk-Schmerzen) und Muskel-Schmerzen
Dafür legen Sie einen Senf-Wickel auf Brust oder Rücken.
Verdauung:
- bei Appetit-Losigkeit
- wenn der Magen träge ist
Wichtig: Diese Anwendungen basieren auf altem Erfahrungs-Wissen. Die Wissenschaft hat Senf noch nicht vollständig geprüft.
Wie wirkt Senf?
In den Senf-Samen stecken Senföl-Glykoside (besondere Wirk-Stoffe). Wenn Wasser auf die Samen trifft, entstehen Senf-Öle. Diese Öle sind scharf und reizen die Haut.
Auf der Haut: Die Öle wärmen die Haut. Sie regen die Durch-Blutung an. Das kann bei Atem-Wegs-Erkrankungen und Muskel-Schmerzen helfen.
Im Körper: Kleine Mengen Senf regen den Magen an. Der Magen produziert dann mehr Verdauungs-Säfte.
Wie viel Senf ist richtig?
Dazu gibt es keine genauen Standard-Angaben. Sprechen Sie mit einem Arzt oder einer Ärztin. Oder fragen Sie in einer Apotheke nach. Das gilt besonders für die innerliche Anwendung.
Neben-Wirkungen und Risiken
Senf kann die Haut stark reizen. Bei falscher Anwendung kann Senf Verbrennungen verursachen.
Wichtige Regeln:
- Ein Senf-Wickel darf höchstens 15 Minuten auf der Haut bleiben.
- Nehmen Sie den Wickel sofort ab, wenn es brennt oder stark rötet.
- Tragen Sie Senf niemals auf gereizte, entzündete oder verletzte Haut auf.
Wechsel-Wirkungen mit Medikamenten sind bisher nicht bekannt. Trotzdem: Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen.
Für wen ist Senf geeignet?
Senf ist nicht geeignet für:
- Kinder unter 6 Jahren — ihre Haut ist sehr empfindlich
- Personen mit Wunden, Ekzemen (Haut-Ausschlag) oder anderen Haut-Erkrankungen
Bei Schwanger-Schaft und Still-Zeit gilt: Fragen Sie zuerst Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.
Tipp für die erste Anwendung: Testen Sie Senf zuerst an einer kleinen Haut-Stelle. Warten Sie, wie die Haut reagiert. Dann erst verwenden Sie einen größeren Senf-Wickel.
Zusammen-Fassung
Senf ist eine Heil-Pflanze mit langer Geschichte.
Die Samen helfen äußerlich bei:
- Atem-Wegs-Erkrankungen und Bronchitis
- Muskel-Schmerzen und Rheuma
Innerlich regen sie die Verdauung an.
Senf ist aber kein harmloses Mittel. Falsch angewendet kann er Verbrennungen verursachen.
Sprechen Sie immer mit einem Arzt oder einer Ärztin:
- bei anhaltenden Beschwerden
- bei starken Schmerzen
- wenn Sie Senf regelmäßig einsetzen möchten