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Senf (Sinapis) — Anwendung, Wirkung und Sicherheit

Senf kennt fast jeder vom Mittagstisch — doch hinter der vertrauten Würzpaste verbirgt sich eine jahrtausendealte Heilpflanze mit bemerkenswerten Eigenschaften. Die Pflanzengattung Sinapis, die zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört, wurde bereits in der Antike medizinisch genutzt und hat ihren Platz in der europäischen Volksmedizin bis heute behauptet. Wer im Sommer durch die Felder spaziert, kennt das leuchtende Gelb der Blüten, die von Mai bis August die Landschaft prägen — die Samen aber

Senf als Heil-Pflanze

Senf ist eine alte Heil-Pflanze. Die Samen des Senfs helfen bei Beschwerden. Menschen nutzen Senf seit Tausenden von Jahren.


Wofür hilft Senf?

Senf hilft bei zwei Bereichen:

Atem-Wege und Muskeln:

Dafür legen Sie einen Senf-Wickel auf Brust oder Rücken.

Verdauung:

Wichtig: Diese Anwendungen basieren auf altem Erfahrungs-Wissen. Die Wissenschaft hat Senf noch nicht vollständig geprüft.


Wie wirkt Senf?

In den Senf-Samen stecken Senföl-Glykoside (besondere Wirk-Stoffe). Wenn Wasser auf die Samen trifft, entstehen Senf-Öle. Diese Öle sind scharf und reizen die Haut.

Auf der Haut: Die Öle wärmen die Haut. Sie regen die Durch-Blutung an. Das kann bei Atem-Wegs-Erkrankungen und Muskel-Schmerzen helfen.

Im Körper: Kleine Mengen Senf regen den Magen an. Der Magen produziert dann mehr Verdauungs-Säfte.


Wie viel Senf ist richtig?

Dazu gibt es keine genauen Standard-Angaben. Sprechen Sie mit einem Arzt oder einer Ärztin. Oder fragen Sie in einer Apotheke nach. Das gilt besonders für die innerliche Anwendung.


Neben-Wirkungen und Risiken

Senf kann die Haut stark reizen. Bei falscher Anwendung kann Senf Verbrennungen verursachen.

Wichtige Regeln:

Wechsel-Wirkungen mit Medikamenten sind bisher nicht bekannt. Trotzdem: Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen.


Für wen ist Senf geeignet?

Senf ist nicht geeignet für:

Bei Schwanger-Schaft und Still-Zeit gilt: Fragen Sie zuerst Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Tipp für die erste Anwendung: Testen Sie Senf zuerst an einer kleinen Haut-Stelle. Warten Sie, wie die Haut reagiert. Dann erst verwenden Sie einen größeren Senf-Wickel.


Zusammen-Fassung

Senf ist eine Heil-Pflanze mit langer Geschichte.

Die Samen helfen äußerlich bei:

Innerlich regen sie die Verdauung an.

Senf ist aber kein harmloses Mittel. Falsch angewendet kann er Verbrennungen verursachen.

Sprechen Sie immer mit einem Arzt oder einer Ärztin: