Luavera

Pflanzenprofil

Frauenmantel

Alchemilla vulgaris

Rosaceae

Frauenmantel wird in der Literatur traditionell bei Menstruationsbeschwerden, Zyklusunregelmäßigkeiten und Wechseljahresbeschwerden beschrieben. Die gerbstoffreichen Blätter werden als adstringierend, entzündungshemmend und leicht krampflösend beschrieben. Äußerlich wird seine Verwendung bei schlecht heilenden Wunden und Hautirritationen erwähnt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Durchfall, Wundheilung, Entzündungen, Verdauungsprobleme

VerdauungsbeschwerdenDurchfallWechseljahreMenstruationKrampfeWundheilungEntzündung

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe (EllagitannineAgrimoniin)Flavonoide (QuercetinKämpferol-Glykoside)BitterstoffePhytosteroleSalicylsäure

Zubereitungsformen

TeeTinkturUmschlagSalbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit anderen Alchemilla-Arten (z. B. Alchemilla xanthochlora oder Alchemilla mollis) ist möglich, da die Gattung zahlreiche schwer unterscheidbare Kleinarten umfasst; diese sind jedoch ebenfalls adstringierend wirksam und gelten als gleichwertig verwendbar. Eine Verwechslung mit dem Ackersteinbrech (Aphanes arvensis, syn. Alchemilla arvensis) ist aufgrund der deutlich kleineren, weniger gelappten Blätter und des kriechenden Wuchses bei sorgfältiger Betrachtung ausschließbar.

Geschichte & Tradition

Frauenmantel ist seit dem Mittelalter in der europäischen Volksheilkunde fest verankert. Der Gattungsname Alchemilla leitet sich vom arabischen al-kemelych ab, da Alchemisten den auf den Blättern gesammelten Tau für magische Zwecke nutzten. Hildegard von Bingen beschrieb die Pflanze im 12. Jahrhundert als Heilmittel für Wunden und Frauenleiden. Im deutschsprachigen Raum etablierte sie sich durch Pfarrer Sebastian Kneipp als wichtige Frauenheilpflanze, die bei Zyklusbeschwerden und in den Wechseljahren eingesetzt wurde.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August

Pflanzenbild

Frauenmantel

© Carl Axel Magnus Lindman · Public domain

Sicherheitshinweise

In der Schwangerschaft nicht anwenden. Bei Daueranwendung Arzt konsultieren. Selten allergische Reaktionen möglich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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