Pflanzenprofil
Fliegenpilz
Der Fliegenpilz ist ein stark giftiger Pilz aus der Familie der Amanitaceae, der die psychoaktiven Wirkstoffe Ibotensäure und Muscimol enthält, welche das Zentralnervensystem beeinflussen. In der Homöopathie wird er unter dem Namen Agaricus muscarius in hochverdünnter Form bei Nervosität, innerer Unruhe und neuralgischen Schmerzen eingesetzt. Eine eigenständige Einnahme des rohen oder zubereiteten Pilzes ist lebensgefährlich und darf unter keinen Umständen erfolgen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Homöopathie (Agaricus muscarius), traditionelle Volksmedizin, schamanische Nutzung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im knollenförmigen Jugendstadium kann der Fliegenpilz mit dem tödlich giftigen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) verwechselt werden, da beide Arten zunächst als weißes Ei aus dem Boden treten. Ausgewachsene Exemplare sind durch die rote Hutfarbe mit weißen Velumresten gut erkennbar, können jedoch in seltenen Fällen mit dem essbaren Kaiserling (Amanita caesarea) oder Farbmorphen der eigenen Art verwechselt werden.
Geschichte & Tradition
Der Fliegenpilz ist seit Jahrtausenden Bestandteil schamanischer Rituale nordsibirischer Völker, die ihn zur Herbeiführung von Rauschzuständen und visionären Erfahrungen nutzten. In Europa diente er seit dem Mittelalter als Insektizid – zerkleinert in Milch eingelegt tötete er Fliegen, was seinen deutschen Namen begründete. In der Volksmedizin fand er vereinzelt äußerliche Anwendung bei rheumatischen Beschwerden. Die Homöopathie verwendet hochverdünnte Zubereitungen unter dem Namen Agaricus muscarius.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Erntezeit: Juli, August, September, Oktober, November
Pflanzenbild
© Onderwijsgek · CC BY-SA 3.0 nl
Sicherheitshinweise
Stark giftig – nicht roh einnehmen. Symptome: Übelkeit, Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe. Bei Vergiftung sofort Notarzt rufen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.